Nach der großen Euphorie um den Aufstieg von Schalke 04 in die Bundesliga folgt nun die Ernüchterung: Der ehemalige Trainer der Knappen, Peter Neururer, sieht den Revierklub für die kommende Saison nur unzureichend gerüstet. Der 71-Jährige fordert im Sommer mehrere Neuzugänge, um den Klassenerhalt zu sichern.
Neururer: Mannschaft nicht bundesligatauglich
„Die Mannschaft ist so nicht bundesligatauglich“, sagte Neururer gegenüber dem Fanportal „Absolut Schalke“. Der Revierklub benötige „in jedem Teil der Mannschaft große Verstärkung“. Eine Ausnahme macht der frühere Schalke-Coach lediglich auf der Torwartposition, die mit Loris Karius und Kevin Müller seiner Ansicht nach gut besetzt sei. In der Defensive hingegen brauche S04 „mindestens zwei Neue“.
Sechs bis sieben Neuzugänge gefordert
Neururer geht noch weiter: Sportvorstand Frank Baumann müsse „die gesamte Mannschaft halten plus sechs, sieben Verstärkungen, um sicherzugehen, drinzubleiben und nicht vom ersten bis möglicherweise letzten Spieltag gegen den Abstieg zu spielen“. Der frühere Trainer warnt vor einer schwierigen Saison, sollte der Kader nicht deutlich aufgestockt werden.
Aufstieg verdient, aber Kader zu schwach
Den frühzeitigen Gewinn der Zweitligameisterschaft und die Rückkehr in die Erstklassigkeit habe Schalke „mehr als verdient“, betont Neururer. Dennoch sei seine Einschätzung klar: „Diese Mannschaft, die aufgestiegen ist, hat keine Chance, in der Bundesliga zu bestehen.“ Zur Untermauerung seiner These verweist er auf andere Aufsteiger wie den 1. FC Köln oder den Hamburger SV, die trotz „anderer finanzieller Mittel“ zuletzt „Schwierigkeiten hatten, die Liga zu halten. Die konnten aber investieren.“
Finanzielle Hürden für Schalke
Um im Sommer finanziell handlungsfähig zu sein, müsse Schalke mit Spielerverkäufen Einnahmen generieren. „Wenn man dann von dieser Mannschaft noch Leistungsträger abgeben müsste, wird es umso schwerer“, warnt Neururer. Der Traditionsklub stehe vor einer enormen Herausforderung, den Kader zu verstärken und gleichzeitig die Stammkräfte zu halten.



