Porsche-Vorstände erhalten keinen Bonus nach historischem Gewinneinbruch
Porsche-Vorstände gehen bei Bonus leer aus

Porsche-Vorstände gehen beim Jahresbonus leer aus

Die Zahlen sind drastisch und die Konsequenzen deutlich: Nach einem historischen Gewinneinbruch müssen die Vorstände des Sportwagenherstellers Porsche für das Geschäftsjahr 2025 auf ihren variablen Jahresbonus verzichten. In der entsprechenden Zeile des Vergütungsberichts steht schlicht: null Euro.

Ein Jahr zum Vergessen für den Stuttgarter Autobauer

Für Porsche war 2025 ein äußerst schwieriges Jahr. Der Gewinn nach Steuern brach im Vergleich zum Vorjahr um gewaltige 91,4 Prozent ein und sank auf lediglich 310 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2024 hatte das Unternehmen noch fast 3,6 Milliarden Euro verdient. Auch beim Umsatz gab es einen deutlichen Rückgang – die Erlöse sanken um fast ein Zehntel auf rund 36,3 Milliarden Euro. Diese Zahlen markieren einen schweren Rückschlag für eine Marke, die lange Zeit als Renditeperle im Volkswagen-Konzern galt.

Keine Zielerreichung, keine Bonuszahlung

Die Vergütung der Porsche-Vorstände setzt sich aus einem festen Grundgehalt und einem variablen Anteil zusammen. Der Jahresbonus soll als Anreiz dienen, ambitionierte Ziele zu verfolgen und die Ertragskraft des Unternehmens zu stärken. Ob und in welcher Höhe er ausgezahlt wird, hängt maßgeblich von definierten Finanzkennzahlen ab, die der Aufsichtsrat festlegt.

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Im Jahr 2025 wurden diese Ziele klar verfehlt – daher fällt der variable Bonus für alle Manager aus, die im vergangenen Jahr dem Vorstand angehörten. Auch Oliver Blume, der bis Jahresbeginn parallel an der Spitze von Volkswagen und Porsche stand, spürt das schwache Abschneiden. Für seine beiden Vorstandsposten erhielt er im vergangenen Jahr insgesamt gut 7,4 Millionen Euro, wovon rund 1,9 Millionen Euro auf Porsche entfielen. 2024 hatte Blume noch etwa drei Millionen Euro mehr verdient.

Teure strategische Kehrtwende belastet Ergebnis

Das Porsche-Ergebnis 2025 wurde vor allem durch Milliardenkosten für die Verlängerung der Verbrenner-Strategie belastet. Der Konzern reagierte damit auf die schwächere Nachfrage nach Elektroautos. Diese strategische Kehrtwende hat jedoch ihren Preis – und dieser schlägt sich nicht nur in der Bilanz nieder, sondern auch bei der variablen Vergütung der Führungsspitze.

Für eine Marke, die einst für hohe Margen und stabile Gewinne stand, ist dies ein deutliches Signal. Die Entscheidung, keine Bonuszahlungen vorzunehmen, unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Situation und zeigt, dass die Unternehmensleitung die Konsequenzen des wirtschaftlichen Abschwungs trägt.

Mit Michael Leiters, der seit Januar 2026 als neuer Porsche-CEO amtiert, steht das Unternehmen nun vor der Herausforderung, die strategische Ausrichtung zu überprüfen und die Ertragskraft wieder zu steigern. Die Branche wird gespannt verfolgen, wie Porsche aus dieser schwierigen Phase herausfindet und ob es dem neuen Management gelingt, die einstige Renditestärke zurückzugewinnen.

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