Porsche in der Krise: Neuer Chef kündigt umfassende Sparmaßnahmen an
Der Sportwagenhersteller Porsche befindet sich weiterhin in einer schwierigen Phase und muss erneut Mitarbeiterstellen abbauen. Der neue Vorstandsvorsitzende Michael Leiters hat bei der Bilanzvorlage in Stuttgart deutlich gemacht, dass die bisherigen Pläne zur Verschlankung der Organisation nicht ausreichen werden. Er kündigte eine neue Sparrunde an, die auch weitere Stellenstreichungen umfassen wird.
Details zum Stellenabbau noch unklar
Konkrete Zahlen zur Größenordnung des geplanten Stellenabbaus nannte Leiters bei der Präsentation nicht. Der Manager betonte, dass dies Gespräche mit den Sozialpartnern erfordere und es unfair wäre, hier vorzugreifen. Auch zu einem Zeitpunkt für weitere Details äußerte er sich nicht. Allerdings machte er deutlich, dass mit Hochdruck an den Plänen gearbeitet werde.
Der geplante Stellenabbau soll Teil eines umfassenden Zukunftspakets sein, das wiederum stark von der neuen Strategie 2035 abhängt. Diese Unternehmensstrategie soll erst im Herbst dieses Jahres vorgestellt werden. Parallel dazu kündigte Leiters an, die Führungsstruktur des Unternehmens verschlanken zu wollen.
Bereits 3.900 Stellen betroffen
Porsche hat bereits in der Vergangenheit umfangreiche Stellenstreichungen vorgenommen. Bis zum Jahr 2029 sollen in der Region Stuttgart rund 1.900 Stellen sozialverträglich abgebaut werden. Zusätzlich sind bereits die Verträge von etwa 2.000 befristeten Angestellten ausgelaufen, was insgesamt zu einem Verlust von 3.900 Arbeitsplätzen führt.
Bereits unter dem ehemaligen Porsche-Chef Oliver Blume wurden im vergangenen Herbst Gespräche über ein weiteres Zukunftspaket begonnen, die jedoch bisher ergebnislos blieben. Der neue Vorstandsvorsitzende Michael Leiters, der zuvor bei Ferrari und McLaren tätig war, hat diese Verhandlungen nun wieder aufgenommen.
Konstruktive Gespräche mit Sozialpartnern
Leiters beschrieb den aktuellen Stand der Verhandlungen als frühes Stadium des Austausches, betonte aber gleichzeitig, dass er die Gespräche als konstruktiv wahrnehme. Das bereits vor seiner Ankunft aufgelegte Sparprogramm werde nun noch einmal umfassend verschärft, was zwangsläufig zu weiteren Stellenstreichungen führen werde.
Der Sportwagenbauer reagiert damit auf die anhaltende Krise in der Automobilindustrie und die Notwendigkeit, die Unternehmensstrukturen effizienter zu gestalten. Die genauen Auswirkungen auf die Belegschaft und den Standort Stuttgart bleiben jedoch vorerst unklar, bis die Gespräche mit den Sozialpartnern abgeschlossen sind und die neue Unternehmensstrategie für 2035 vorgestellt wird.



