Der Tankstellenbetreiber Shell hat aufgrund einer Fehleingabe an mehreren Autobahntankstellen Diesel zu einem ungewöhnlich niedrigen Preis verkauft. Wie eine Sprecherin des Unternehmens mitteilte, war der Liter Diesel für 1,849 Euro angeboten worden – deutlich unter dem üblichen Niveau. An Autobahntankstellen sind die Preise in der Regel höher als in der Stadt. Laut ADAC lag der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel am Montag bei knapp zwei Euro pro Liter.
Fehlerhafte Preiseingabe um 12 Uhr
„Bei der manuellen Eingabe der Preise für die Autobahntankstellen gestern um 12 Uhr ist es zu einer Fehleingabe gekommen“, erklärte die Shell-Sprecherin. Aufgrund der geltenden Spritpreisregelung, die nur eine tägliche Preiserhöhung um 12 Uhr erlaubt, konnte der Fehler nicht sofort korrigiert werden. Die Regelung war von der schwarz-roten Koalition eingeführt worden, um die nach dem Iran-Krieg gestiegenen Kraftstoffpreise zu stabilisieren.
Betroffene Tankstellen in mehreren Bundesländern
Wie viele Tankstellen von dem Fehler betroffen waren, gab Shell nicht bekannt. Laut WDR boten Tankstellen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen Diesel vergünstigt an. Daten der ADAC-App zeigten, dass einzelne Shell-Tankstellen in den meisten Bundesländern Diesel zu diesem Preis verkauften. In der Regel wurden die Preise am Dienstagmittag wieder angehoben.
Seit dem 1. April dürfen Spritpreise an Tankstellen nur einmal täglich um 12 Uhr erhöht werden. Seither ist Tanken am späten Vormittag am günstigsten. Die Regelung soll Preissprünge im Tagesverlauf verhindern und für mehr Transparenz sorgen.



