Trainer Marcel Rapp vom FC St. Pauli hat vor dem Trainingslager in Österreich eine mögliche Verstärkung des Kaders angedeutet. „Vielleicht holen wir kurz vor knapp noch einen brutalen Spieler, der irgendwas besonders gut kann“, sagte Rapp am Rande der Trainingseinheiten. Der 47-Jährige betonte, dass die taktische Formation daher bewusst offen bleibe.
Intensive Vorbereitung auf die 2. Liga
Drei Wochen nach dem Abstieg aus der Bundesliga ist der FC St. Pauli wieder im Training. Am Freitag reist das Team nach Österreich, um 16 Uhr steht auf dem Platz des USC Flachau die erste Einheit auf dem Programm. Es ist der Auftakt von neun Tagen intensiver Arbeit in der Saison-Vorbereitung auf die 2. Liga. Der Fokus liegt auf Verbesserung. „Das verbessern, was wir jetzt angestoßen haben“, nennt Rapp das übergeordnete Ziel fürs Trainingslager.
Rapp lobt Defensive, sieht Ballbesitz-Schwächen
„Gegen den Ball sind wir gut dabei. Trotzdem gibt es Feinheiten, die wir besser machen müssen. Das hat man in den Testspielen auch gesehen. Da waren echt viele gute Sachen dabei. Aber ein, zwei Dinge, die noch nicht optimal waren“, erklärt Rapp. St. Pauli siegte gegen Fünftligist Altona (6:2) und die beiden Viertligisten Emden (3:1) und Babelsberg (4:1). „Das Spiel mit dem Ball muss im Detail besser werden. Aber es gibt nicht das große Thema, von dem ich sage: Das fangen wir jetzt an, das haben wir noch nie gemacht. Sondern einfach die Dinge, die wir angestoßen haben, besser zu machen.“
Testspiele gegen kroatische und englische Topteams
Rapp legt großen Wert auf Spielpraxis: „Spiele. Deswegen ist der Fokus auch auf den zwei Spielen.“ St. Pauli testet am Sonntag (16 Uhr) gegen HNK Gorica. Der Klub aus Kroatiens 1. Liga wurde vergangene Saison Siebter von zehn Teams. Für Gorica beginnt die neue Saison eine Woche früher (1.8.) als für St. Pauli (9.8. gegen Fürth). Zum Abschluss geht es am 24. Juli (16 Uhr) gegen AFC Bournemouth. Der Premier-League-Klub aus dem Südwesten Englands qualifizierte sich erstmals für einen europäischen Wettbewerb (Europa League). Das neue Team von Trainer Marco Rose bereitet sich in der Nähe von Salzburg vor.
Taktische Flexibilität als Schlüssel
„Beide Spiele sind wichtig. Es ist einfach ein Prozess, jedes Spiel gibt uns Erkenntnisse“, sagt Rapp. Eine feste taktische Formation hat der Cheftrainer nicht im Kopf. „Wir versuchen natürlich, die beste Formation für die Spieler, die wir haben, zu finden. Aber auch in der Mannschaft gibt es Spieler, die statt im 5-2-3 in einem 5-3-2 besser aufgehoben sind. Das halten wir uns völlig offen.“



