Toyota Aygo X Hybrid: Sparsam, aber teuer in der Anschaffung
Toyota Aygo X Hybrid: Sparsam, aber teuer

Der Toyota Aygo X Hybrid bringt Vollhybridtechnik in die Kleinstwagenklasse, was ihn mit einem Normverbrauch von 3,7 bis 3,9 Litern besonders sparsam macht. Doch der Einstiegspreis von 21.990 Euro liegt deutlich über dem vieler Konkurrenten – Geld spart man mit dem kleinen Japaner daher kaum.

Weniger Auswahl, höhere Preise

Das Angebot an Kleinstwagen ist in den vergangenen Jahren stark geschrumpft, während die Preise kräftig gestiegen sind. Modelle für rund 10.000 Euro sind passé. Heute müssen Käufer für klassische Verbrenner wie den Fiat Pandina (ab 16.500 Euro) oder Kia Picanto (ab 17.500 Euro) deutlich mehr bezahlen. Elektroalternativen wie Dacia Spring (ab 17.500 Euro), Leapmotor T03 (ab 18.900 Euro), Renault Twingo (ab 20.000 Euro) oder Hyundai Inster (ab 24.400 Euro) sind ebenfalls teurer geworden. Der Toyota Aygo X startet bei 21.990 Euro.

Hybridantrieb mit 116 PS

Der 3,78 Meter kurze Aygo X kombiniert einen 92 PS starken 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner mit einem 80 PS starken E-Motor. Die Systemleistung beträgt 85 kW/116 PS – deutlich mehr als der bisherige 1,0-Liter-Dreizylinder mit 73 PS. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h verbessert sich von 15,5 auf 9,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit steigt von 158 auf 172 km/h. Der Normverbrauch liegt bei 3,7 bis 3,9 Litern, gut einen Liter unter dem des reinen Verbrenners.

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Routiniertes Zusammenspiel

Toyota hat lange Erfahrung mit Hybriden, das zeigt sich auch im Aygo X. Das System entscheidet selbstständig, ob Verbrenner, E-Motor oder beide gemeinsam arbeiten. Bei gleichmäßiger Fahrt oder im Stadtverkehr treibt oft nur der E-Motor die Vorderachse an. Die kleine 1-kWh-Batterie wird durch Rekuperation geladen. „Der Dreizylinder brummt dabei gut hörbar“, heißt es im Test. Das stufenlose Getriebe (CVT) arbeitet harmonisch, nur unter Volllast zeigt sich ein leichter Gummibandeffekt.

Verbrauch im Test: 4,1 Liter

Im Mix aus Autobahn, Landstraße und Stadtverkehr erreichte der Testwagen 4,1 Liter – nur geringfügig über dem Normwert. Wer wenig Autobahn fährt, kann den Normwert sogar unterbieten. Auf der Autobahn fühlt sich der Aygo X dank 116 PS nicht untermotorisiert und kann im Verkehr mitschwimmen.

Stadtflitzer mit Einschränkungen

Der Haupteinsatzort ist die Stadt: Der Aygo X ist wendig (Wendekreis 10 Meter) und benötigt wenig Parkraum. Die Rückbank eignet sich eher für Kinder, die selbstständig durch die engen Türausschnitte ein- und aussteigen können. Vorne sitzen Erwachsene luftig. Für die Basisversion (Pure) verlangt Toyota 21.990 Euro, die Ausstattung umfasst Klimaautomatik und kabellose Smartphone-Anbindung. Die getestete Linie „Team Player“ kostet ab 24.690 Euro und bietet Zweifarblackierung, 17-Zoll-Räder, Ladeschale und LED-Leuchten.

Details, die fehlen

Auch in höheren Ausstattungslinien bleibt das Lenkrad nur in der Höhe verstellbar, im Fond gibt es nur Ausstellfenster, und beim Umklappen der Rücksitzlehnen entsteht kein flacher Ladeboden. In der Heckklappe fehlt ein Griff oder eine Mulde zum Zuziehen. Der Yaris Hybrid mit 116 PS und Teamplayer-Ausstattung kostet rund 2.500 Euro mehr, bietet aber mehr Platz bei ähnlich guten Verbrauchswerten.

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Technische Daten

  • Fünftüriger Kleinstwagen mit vier Sitzplätzen
  • Länge: 3,78 m, Breite: 1,74 m, Höhe: 1,53 m
  • Radstand: 2,43 m, Kofferraum: 231–830 Liter
  • Hybridantrieb: 1,5-Liter-Dreizylinder (68 kW/92 PS) + E-Motor (59 kW/80 PS), Systemleistung 85 kW/116 PS, max. Drehmoment 141 Nm
  • Stufenloses Automatikgetriebe, 0–100 km/h: 9,2 s, Vmax: 172 km/h
  • Normverbrauch: 3,7–3,9 l/100 km, CO2: 85–87 g/km, Testverbrauch: 4,1 l/100 km
  • Preis: ab 21.990 Euro (Pure), Testwagen: ab 24.690 Euro (Teamplayer)