Der Škoda Superb überzeugt mit großzügigem Platzangebot zu einem guten Preis, was ihn besonders für Familien und Vielfahrer attraktiv macht. Doch der aktuelle TÜV-Report zeigt: Die Technik, insbesondere die Achsfedern, leidet stärker als bei anderen Modellen. AUTO BILD hat zwei Generationen des Superb unter die Lupe genommen.
Die dritte Generation (Typ 3V) bietet mit 4,86 Metern Länge und einem Kofferraumvolumen von bis zu 1950 Litern im Kombi Maße, die sonst nur in der Oberklasse zu finden sind. Das Facelift 2019 brachte zudem einen höhergelegten Scout und einen Plug-in-Hybrid. Auf Langstrecken überzeugt der Superb mit hohem Komfort, optionalem adaptivem Fahrwerk und guter Laufkultur der Vierzylinder. Das Siebengang-DSG gilt als zuverlässiger, benötigt aber regelmäßige Ölwechsel.
Häufige Mängel betreffen Funkschlüssel, Navigation, Keilriemen, Scheinwerferbeschlag, Kurvenlicht und Heckklappenmotoren. Rückrufe gab es wegen Elektronikproblemen, Brandgefahr beim Plug-in-Hybrid und verrutschenden Motorabdeckungen. Im AUTO-BILD-Dauertest erhielt ein Superb 1.4 TSI die Note 1–.
Die zweite Generation (Typ 3T) basiert auf dem verlängerten Passat und bietet ebenfalls viel Platz, etwa eine zweistufig öffnende Heckklappe und bis zu 1865 Liter Kofferraum im Kombi. Der 2.0 TDI mit 140 PS dominierte nach dem Facelift 2013. Allerdings klagen Besitzer über Knarz- und Klappergeräusche sowie verschleißende Sitzbezüge. TSI-Motoren leiden unter defekten Schubumluftventilen und müden Steuerketten, ältere Pumpe-Düse-TDI unter undichten Pumpenelementen.
Die Laufleistungen aller Baujahre liegen über dem Durchschnitt, da der Superb oft als Dienstwagen stark genutzt wird. Fahrwerk und Bremsen nutzen sich daher schneller ab, was zu überdurchschnittlich vielen Mängeln führt. Bereits bei der ersten Hauptuntersuchung fallen 9,6 Prozent der Fahrzeuge durch, während der Schnitt bei 6,5 Prozent liegt. Interessenten sollten daher die bekannten Schwachstellen genau prüfen.



