Der Toyota Yaris ist ein wendiger, zuverlässiger Stadtbegleiter – und das durchaus auch noch im Alter. In einigen Bereichen lohnt jedoch ein genauer Blick. Hier kommt der Überblick aus dem aktuellen TÜV-Report.
Toyota Yaris IV (XP21)
Das ist er
Die vierte Yaris-Generation ist bei gleichen Außenmaßen 90 Kilogramm leichter als sein Vorgänger (Typ XP13). Anfangs gab es neben der Hybridversion noch zwei Benziner mit 1,0 und 1,5 Liter Hubraum (72 und 125 PS). Seit 2023 ist der Yaris in Deutschland nur noch als Hybrid zu bekommen – oder als extrem scharfer GR mit Allrad und 261 bzw. 280 PS (ab 4/2024).
Das kann er
Mit Sprit knausern und dabei markentypisch zuverlässig unterwegs sein. Der 1,5-Liter-Hybrid ist in den beiden Leistungsstufen 116 und 130 PS (ab 1/2024) Systemleistung im Handel und kommt auf einen Durchschnittsverbrauch von 4,2 Liter (WLTP), im AUTO BILD-Test waren es 5,1 Liter (116-PS-Version). Im Kofferraum ist bei voller Bestuhlung Platz für 286 Liter Gepäck, 768 Liter sind es bei umgeklappter Rücksitzbank. Das Infotainment unterstützt in höheren Versionen Sprachsteuerung und misst dann 10,5 Zoll.
Das macht Ärger
Der ADAC registriert bis Baujahr 2022 reichlich leere Starterbatterien. Mit den bisherigen Rückrufen wurden Fehler oder Schwächen an Fernlicht, Notrufsystem, Hybridsteuergerät und Notbremssystem behoben.
Toyota Yaris III (XP13)
Das ist er
Der dritte Yaris ist deutlich kantiger und 15 Zentimeter länger als sein Vorgänger; die verschiebbare Rückbank der zweiten Generation gibt es nicht mehr. Nun serienmäßig: ESP und sieben Airbags. Die Preise begannen anfangs bei 11.675 Euro. 2012 kam ein Hybridmodell, 2014 und 2017 folgten Facelifts. Das erste brachte eine Front im sogenannten X-Design und LED-Rücklichter, das zweite 900 neue Bauteile, ein größeres Infotainment, einige Fahrerassistenzsysteme und mehr Ruhe im Innenraum.
Das kann er
Weicher federn, Geräusche besser dämmen und seine Insassen bequem sitzen lassen. Die Benziner sind keine Raketen (69 und 99 PS, 111 PS ab 4/2017). Agiler und sparsam ist der Hybrid (4,4 l/100 km) mit 100 PS Systemleistung. Äußerst selten und ziemlich schnell ist der GRMN mit 212 Kompressor-PS, der nur 2018 verkauft wurde.
Das macht Ärger
Frühzeitig verschleißende Kupplungen und laut ADAC leere Starterbatterien. Der AUTO BILD-Dauertest (1.5 Hybrid) endete mit einer 2, mangelhafter Rostschutz verhinderte eine bessere Note. Rückrufe betrafen die Bremsleitungen und fehlerhafte Gasgeneratoren im Fahrerairbag.
Fazit
Die meisten Lichtdefekte sind zwar ärgerlich, lassen sich aber oft leicht reparieren. Ansonsten beschränkt sich die Mängelliste auf früh verbrauchte Bremsscheiben, im Alter kommen noch marode Bremsleitungen und gebrochene Federn hinzu. Sieht es hier gut aus, kann ein gebrauchter Yaris ein sparsamer und zuverlässiger Partner sein.



