TÜV-Studie enthüllt: Diese Elektroauto-Akkus halten am längsten
TÜV-Studie: Diese E-Auto-Akkus halten am längsten

Pionierstudie des TÜV Nord: So lange halten Elektroauto-Batterien wirklich

Der TÜV Nord hat mit einer bahnbrechenden Untersuchung Licht in eines der wichtigsten Themen der Elektromobilität gebracht: die tatsächliche Haltbarkeit der Hochvoltbatterien in gebrauchten Elektrofahrzeugen. In einer bisher einzigartigen Vergleichsstudie wurden die Akkus von zwölf verschiedenen Automobilherstellern einer detaillierten Prüfung unterzogen. Die Ergebnisse liefern sowohl beruhigende Erkenntnisse als auch überraschende Unterschiede zwischen den Marken.

Koreanische Hersteller setzen Maßstäbe bei Langlebigkeit

Die Untersuchung zeigt zunächst eine erfreuliche Grundtendenz: Alle großen Automobilhersteller setzen auf bemerkenswert langlebige Batteriesysteme. Besonders hervor stechen dabei die südkoreanischen Konzerne Kia und Hyundai. Deren neun Jahre alte Elektromodelle verfügen im Durchschnitt noch über beeindruckende 93 Prozent der ursprünglichen Akkukapazität.

Auch deutsche Premiumhersteller überzeugen mit soliden Werten. Mercedes-Benz-Fahrzeuge aus dem Baujahr 2019 behalten durchschnittlich 94,2 Prozent ihrer Batterieleistung, während Smart-Modelle desselben Produktionszeitraums bei 93,5 Prozent liegen. BMW und Mini aus dem Jahr 2020 übertreffen sogar diese Werte mit über 94 Prozent Kapazitätserhalt. Besonders bemerkenswert: Selbst elf Jahre alte BMW-Elektrofahrzeuge verfügen noch über mehr als 80 Prozent ihrer ursprünglichen Leistungsfähigkeit.

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VW und Renault zeigen Entwicklungspotenzial

Nicht alle Hersteller können mit diesen Spitzenwerten mithalten. Volkswagen und Renault weisen in der Studie die stärkste Degradation ihrer Batteriesysteme auf. Bei Renaults Zoe aus dem Jahr 2015 bleiben lediglich 72,5 Prozent der ursprünglichen Kapazität erhalten, während VW-Modelle desselben Baujahrs auf 74,6 Prozent kommen.

Interessanterweise liegen selbst diese Werte noch über den Garantiegrenzen der meisten Hersteller, die üblicherweise erst bei 70 Prozent Restkapazität einen Austausch der Batterie vorsehen. Bei Volkswagen und Stellantis – vertreten durch die Marken Citroën und Peugeot – zeigt sich zudem eine positive Entwicklung: Ab dem Baujahr 2018 flacht die Degradationskurve deutlich ab, was auf technologische Verbesserungen bei der Batteriealterung hindeutet.

Neue Verbrauchertools für Transparenz

Für potenzielle Käufer von gebrauchten Elektrofahrzeugen bietet der TÜV Nord nun mit dem OBCD-Analysetool eine praktische Lösung an. Dieses ist an allen TÜV-Nord-Stationen verfügbar und ermöglicht für 89 Euro eine umfassende Gesundheitsprüfung der Fahrzeugbatterie innerhalb weniger Minuten. Auch der TÜV Rheinland hat inzwischen ähnliche Dienstleistungen im Portfolio.

Die Studie des TÜV Nord liefert somit nicht nur wichtige Erkenntnisse für die Automobilindustrie, sondern stärkt auch das Vertrauen der Verbraucher in den wachsenden Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge. Sie belegt eindrucksvoll, dass moderne Elektroauto-Batterien deutlich robuster und langlebiger sind, als viele Kritiker bisher angenommen haben.

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