Berliner Ultraläufer Arda Saatçi: 600 km durch die Wüste – Tränen und Eis mit Mama
Ultraläufer Arda Saatçi: 600 km durch die Wüste

Der Berliner Influencer und Ultraläufer Arda Saatçi hat einen spektakulären 600-Kilometer-Lauf durch die Wüste Kaliforniens absolviert. Der 28-Jährige startete am Badwater Basin, dem tiefsten Punkt Nordamerikas, und führte seine Route durch das Death Valley bis zum Santa Monica Pier in Los Angeles. Sein Ziel: die Strecke in unter 96 Stunden bewältigen – mehr als 14 Marathons am Stück.

Ein Lauf unter Höchstspannung

Bereits im April kündigte Saatçi das Vorhaben in einem Instagram-Video an. Die Vorbereitung war von strengen Routinen geprägt, wie ein SPIEGEL-Porträt vor dem Lauf zeigte. Begleitet wurde er von einem Team aus Kameraleuten, Trainern, Ärzten und Assistenten – auf Fahrrädern, in Trucks, mit Drohnen und einem Wohnmobil. Rund um die Uhr war eine Kamera auf ihn gerichtet, selbst während kurzer Schlafpausen.

Die Herausforderungen der Wüste

Die Hitze des Death Valley und über 6000 Höhenmeter machten dem Läufer schwer zu schaffen. In seinem Livestream waren die Strapazen deutlich zu sehen. Trotz der Widrigkeiten hielt Saatçi durch, auch als klar wurde, dass er sein Zeitziel nicht erreichen würde. Nach 96 Stunden hatte er erst knapp 500 Kilometer zurückgelegt. Unter Tränen sprach er in die Kamera: „Ich hoffe, ich habe euch nicht enttäuscht.“

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Muttertag als Motivationsschub

Doch Saatçi gab nicht auf. Er versprach seiner Mutter, die am Santa Monica Pier auf ihn wartete, zum Muttertag ein Eis mit ihr zu essen. Dieses Versprechen trieb ihn weiter an. Die letzten Meter rannte er lächelnd, begleitet von zahlreichen Fans durch Los Angeles. An der Ziellinie fiel er weinend seiner Mutter in die Arme. Das gemeinsame Eisessen wurde zum emotionalen Höhepunkt.

Kommerzieller Erfolg und Vorbildfunktion

Der Lauf brachte Saatçi einen enormen Zuwachs an Followern. Allein auf Instagram stieg seine Anhängerschaft von 1,3 auf über zwei Millionen. Der Livestream auf YouTube und Twitch erreichte zeitweise über zwei Millionen gleichzeitige Zuschauer. Auf diesen Plattformen gewann er mehr als 500.000 neue Follower hinzu. Vor allem junge Menschen posteten auf Instagram Videos, in denen sie ihre Begeisterung und Motivation durch Saatçis Lauf teilten. In Kommentarspalten war häufig das Wort „Vorbild“ zu lesen.

Bereits in der Vergangenheit sorgte Saatçi mit Ultra-Läufen für Aufsehen. Vor zwei Jahren lief er in 74 Tagen über 3000 Kilometer von Berlin nach New York – unterbrochen von einem Ermüdungsbruch. Im vergangenen Jahr joggte er die gesamte Länge Japans hinab, 3028 Kilometer in 43 Tagen. Seine Videos erreichen regelmäßig hunderttausendfache Klicks.

Trotz des verfehlten Zeitziels war der Lauf ein voller Erfolg – sowohl kommerziell als auch emotional. Arda Saatçi zeigte, dass es manchmal mehr als nur Rekorde braucht, um Menschen zu inspirieren.

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