Irankrieg treibt US-Inflation auf Dreijahreshoch von 3,8 Prozent
US-Inflation durch Irankrieg auf 3,8 Prozent gestiegen

Der Irankrieg hat die Inflation in den USA deutlich ansteigen lassen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, erreichte die Teuerungsrate im April 3,8 Prozent im Jahresvergleich – der höchste Wert seit Mai 2023. Donald Trump hatte den Amerikanern sinkende Verbraucherpreise versprochen, doch sein Krieg im Nahen Osten führt zum genauen Gegenteil.

Energiepreise als Haupttreiber

Die Preisentwicklung wird maßgeblich von den im Zuge des Irankriegs stark gestiegenen Energiepreisen angetrieben. Diese legten im Jahresvergleich um 17,9 Prozent zu. Besonders deutlich war der Anstieg bei den Benzinpreisen, die um 29,2 Prozent zulegten. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg der Gesamtrate auf 3,7 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat März stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 0,6 Prozent – dies entsprach den Erwartungen der Experten.

Prognose: Inflation könnte im Mai über vier Prozent steigen

Das Ende der steigenden Teuerungsrate ist noch nicht erreicht. Christoph Balz, USA-Experte bei der Commerzbank, kommentierte: „Wir erwarten, dass die Gesamtinflationsrate im Mai auf über vier Prozent steigt. Unter der Annahme, dass sich dann die Lage im Nahen Osten entspannt und der Ölpreis wieder auf 80 Dollar fällt, sollte die Inflation im zweiten Halbjahr wieder nachlassen.“

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Kerninflation steigt stärker als erwartet

Die Kerninflationsrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, stieg stärker als erwartet. Die Jahresrate kletterte von 2,6 Prozent im Vormonat auf 2,8 Prozent. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 2,7 Prozent gerechnet.

Auswirkungen auf die Zinsentwicklung

Die Preisentwicklung dürfte auch Folgen für die Zinspolitik haben. Thomas Gitzel von der VP Bank meint: „Der designierte Notenbankpräsident Kevin Warsh liebäugelt mit Zinssenkungen, doch in Anbetracht der aktuellen Inflationsentwicklung wird er davon vorerst Abstand nehmen müssen.“ Die Reaktionen an den Finanzmärkten hielten sich in Grenzen. Die Renditen von US-Anleihen legten kurzzeitig zu, gaben ihre Gewinne jedoch rasch wieder ab.

Donald Trump hatte seinen Wählern sinkende Preise versprochen. Ob sich der US-Präsident verkalkuliert hat, bleibt abzuwarten.

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