Bei keinem anderen Bundesligisten bekommen die Eigengewächse so viel Spielzeit wie beim SC Freiburg. Doch beim 3:2-Sieg gegen den Europa-League-Finalisten sorgte der Hamburger SV für vier bemerkenswerte Talent-Geschichten. Otto Stange (19), Fabio Baldé (20), Louis Lemke (16) und Shafiq Nandja (19) – vier Eigengewächse aus dem HSV-Campus, jeder hatte etwas zu feiern.
Stanges Startelfdebüt und Baldés erstes Tor
Otto Stange kam erstmals in der Startelf zum Einsatz. Fabio Baldé erzielte sein erstes Bundesliga-Tor. Louis Lemke ist nun mit 16 Jahren und 214 Tagen der jüngste HSV-Profi der Bundesliga-Geschichte. Der U17-Nationalspieler feierte wie Nandja seine Profi-Premiere und löste Josha Vagnoman (25, inzwischen Stuttgart) ab, der mit 17 Jahren und 89 Tagen debütiert hatte.
Nandja vor langfristigem Profi-Vertrag
Verteidiger Shafiq Nandja soll in Kürze einen langfristigen Profi-Vertrag unterschreiben. Die Details sind bereits ausgehandelt; es geht nur noch um den Vollzug. Trainer Merlin Polzin (35) hatte Lemke und Nandja in der Nachspielzeit für Luka Vuskovic (19) und Fabio Vieira (25) eingewechselt.
Polzin sagte: „Louis und Shafiq haben seit Monaten tolle Leistungen im Training gezeigt. Wir haben nichts zu verschenken. Für uns ist es wichtig, dass wir den Jungs aus dem NLZ eine Perspektive bieten. Das war der Lohn für gute Arbeit und vielleicht ein Ansporn, dass eine Entwicklung möglich ist, wie beispielsweise bei Otto.“
Stanges Gefühle nach dem Debüt
Stange hatte zuvor in dieser Saison acht Joker-Einsätze. Nach der Verletzung von Robert Glatzel (Wadenzerrung) durfte er gegen Freiburg erstmals von Beginn an spielen. Der Stürmer erklärte: „Das Einlaufen war Gänsehaut. Einfach unglaublich. Ich bin schnell ins Spiel gekommen, habe Spaß gehabt und Fußball gespielt.“ Ganz zufrieden war er nicht: „Den einen Ball kann ich vielleicht reinmachen, aber das ist dann ein Ziel für das nächste Spiel. Ich hätte eher schießen sollen, aber den Fehler werde ich nicht nochmal machen.“
Baldés Tor zum 3:1
Fabio Baldé war mit seinem Treffer zum 3:1 schon einen Schritt weiter: „Ein unglaubliches Gefühl. Das war immer mein Ziel. Als der Ball tief kam, hatte ich im Kopf: einfach tief sprinten. Als ich gesehen habe, ich bekomme den Ball, habe ich gedacht: Vollgas aufs Tor.“



