VW-Stellenabbau: Warum der VfL Wolfsburg vor Arbeitsplatzverlusten zurückstehen muss
Bei Volkswagen steht ein massiver Stellenabbau bevor: Bis zum Jahr 2030 sollen rund 50.000 Arbeitsplätze wegfallen, nachdem sich der Gewinn des Konzerns halbiert hat. In dieser kritischen Situation stellt sich die Frage, wo die Prioritäten der Konzernspitze liegen sollten. Anstatt Millionenbeträge in den erfolglosen Fußballverein VfL Wolfsburg zu pumpen, müsste die Rettung von Arbeitsplätzen im Mittelpunkt stehen – und das könnte sogar die Abmeldung des Vereins aus der Bundesliga bedeuten.
Der sportlich und wirtschaftlich fragwürdige VfL Wolfsburg
Sportlich betrachtet existiert der VfL Wolfsburg seit Jahren im Mittelfeld der Bedeutungslosigkeit. Der traditionslose Retortenklub dümpelt aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz der Bundesliga, der Abstieg droht unmittelbar. Erst kürzlich wurde der Trainer entlassen, doch das größte Problem bleibt: Das Interesse an diesem Verein ist verschwindend gering.
Die Heimspiele besuchen im Durchschnitt nur 23.712 Zuschauer – weniger Fans haben lediglich Union Berlin und der Aufsteiger Heidenheim. Als Werbeträger für Volkswagen ist der VfL Wolfsburg damit kaum zu gebrauchen. Im Gegenteil: Wer mit den sportlich schwachen Wolfsburger Fußballern wirbt, riskiert eher einen Imageschaden für seine Marke.
Milliardenverluste und fehlendes finanzielles Management
Hinzu kommt die offensichtliche Unfähigkeit, mit Geld verantwortungsvoll umzugehen. Allein in diesem Winter wurden 27 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben, mit dem traurigen Ergebnis des 17. Tabellenplatzes. Über die vergangenen zehn Jahre betrachtet, klafft ein Transferminus von rund 200 Millionen Euro. Erfolge bleiben dabei überschaubar bis nicht vorhanden.
Der VfL Wolfsburg kann nur deshalb weiter existieren, weil Volkswagen als hundertprozentiger Eigentümer kontinuierlich Geld in den mausgrauen Klub pumpt. Wenn jetzt jedoch Sparmaßnahmen beschlossen werden, gehört der Fußball ganz oben auf die Agenda. Im Grunde kann es nur eine logische Entscheidung geben: Volkswagen muss sämtliche Transferleistungen stoppen, um Arbeitsplätze zu retten.
Die Konsequenzen einer notwendigen Entscheidung
Natürlich hätte eine solche Entscheidung das Aus des VfL Wolfsburg zur Folge. Ohne die finanziellen Zuwendungen von Volkswagen wäre keine Lizenz für die Bundesliga mehr möglich – und ohne Lizenz müsste der Konzern den Klub zwangsläufig aus der höchsten Spielklasse abmelden.
Interessanterweise würde in diesem Fall vermutlich mehr gejubelt als geweint. Fans anderer Fußballvereine beklagen seit Jahren eine Wettbewerbsverzerrung aufgrund der massiven Zahlungen an die Wölfe. Vereinsfunktionäre monieren regelmäßig die leeren Ränge, wenn der VfL zu Gast ist: Gerade mal 1.182 Anhänger begleiten Wolfsburg im Schnitt zu Auswärtsspielen.
Prioritäten setzen in der Krise
In der aktuellen wirtschaftlichen Situation bei Volkswagen geht es um existenzielle Fragen. Während Tausende Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze fürchten, fließen weiterhin Millionen in einen sportlich erfolglosen und wirtschaftlich defizitären Fußballverein. Die Konzernspitze steht vor einer klaren Wahl: Entweder sie priorisiert die Sicherung von Arbeitsplätzen oder sie subventioniert weiterhin den Bundesliga-Alltagstrott des VfL Wolfsburg.
Die Antwort sollte eindeutig sein. Lieber ein Ende mit Schrecken beim VfL Wolfsburg als ein Schrecken ohne Ende für 50.000 Volkswagen-Mitarbeiter und ihre Familien. Die Arbeitsplätze bei Volkswagen sind wichtiger als der sinnlose Kampf gegen den Abstieg eines Vereins, der ohne Konzernhilfe längst nicht mehr existieren würde.



