Drei radikale GTI-Studien: VW präsentiert die wildesten Golf-Träume zum Jubiläum
Zum 50. Geburtstag des legendären Golf GTI holt Volkswagen nicht nur die neue Edition 50 aus der Garage, sondern präsentiert drei absolute Ausnahme-Exponate, die die Grenzen des Sport-Golf neu definieren. Diese drei GTI-Studien demonstrieren eindrucksvoll, wie weit man das Konzept treiben kann – vom tourenwagentauglichen Traum bis hin zum puren Supersport-Irrsinn.
Design Vision GTI – 503 PS im Maßanzug
Im Jahr 2013 zeigte Volkswagen mit der Design Vision GTI, was passiert, wenn man beim Golf VII alle Zurückhaltung über Bord wirft. Die Karosserie wurde deutlich verbreitert, die Linien geschärft und die Proportionen radikal verändert. Unter der Haube arbeitete ein 3,0-Liter-V6-Motor mit zwei Turboladern, der beeindruckende 503 PS und bis zu 560 Newtonmeter auf alle vier Räder schickte. Der Sprint auf 100 km/h gelang in weniger als vier Sekunden.
Im Innenraum dominierte reine Rennatmosphäre statt Alltagstauglichkeit: keine Rückbank, keine Ablagen, dafür spezielle Schalensitze und freiliegende Technik. Der Vision GTI war kein Ausblick auf eine Serienproduktion, sondern eine kompromisslose Demonstration dessen, was technisch möglich ist – bewusst überzogen, laut und extrem.
Golf GTI W12-650 – Kraftpaket mit 650 PS
Noch einen Schritt weiter ging Volkswagen bereits 2007 mit dem GTI W12-650. Hinter den Sitzen befand sich kein gewöhnlicher Vierzylinder mehr, sondern ein längs eingebauter Sechsliter-Zwölfzylinder aus Phaeton und Touareg. Mit 650 PS und 750 Newtonmeter verwandelte sich der Kompakte in ein echtes Kraftpaket. In nur 3,7 Sekunden beschleunigte der Golf auf Tempo 100, die theoretische Höchstgeschwindigkeit lag bei beeindruckenden 325 km/h.
Trotz der extremen Technik blieb der charakteristische Golf-Charakter optisch erkennbar, wenn auch deutlich verbreitert und tiefergelegt. Dieses Einzelstück war eine reine Machtdemonstration und zeigte, wie weit sich das GTI-Konzept dehnen lässt, wenn man alle konventionellen Grenzen ignoriert.
GTI Roadster – 503 PS ohne Dach
Der GTI Roadster begann ursprünglich als digitale Fingerübung für das Videospiel „Gran Turismo“, wurde jedoch 2014 tatsächlich real gebaut. Das Ergebnis war ein radikaler Zweisitzer ohne Dach und nahezu ohne Frontscheibe. Unter der Haube arbeitete erneut ein 3,0-Liter-V6-Motor mit 503 PS und 665 Newtonmetern.
Der Roadster sprintete in nur 3,6 Sekunden auf 100 km/h und sollte bis zu 309 km/h schnell sein. Mit Allradantrieb und extrem flacher Silhouette wirkte er wie ein echter Supersportwagen im kompakten Golf-Format. Auch dieses Modell blieb ein Einzelstück, beweist aber bis heute, dass der GTI nicht nur Vernunft verkörpert, sondern auch pure Provokation sein kann.
Drei Autos, die niemals in Serie gingen. Drei eindrucksvolle Beweise dafür, dass der GTI immer mehr war als nur ein schneller Golf. Manchmal eben auch komplett verrückt und grenzenlos ambitioniert.



