Frankfurt – Eintracht Frankfurts Flop-Stürmer Elye Wahi (23) sorgt derzeit für Aufsehen – nicht nur wegen seiner Tore, sondern auch wegen deutlicher Kritik an seinem Ex-Klub. Der ivorische Angreifer, der aktuell an OGC Nizza ausgeliehen ist, kehrt nach der Saison an den Main zurück. In 16 Spielen für Nizza traf er bereits sieben Mal – eine beachtliche Quote, die er im Eintracht-Trikot nie erreichte. In 25 Pflichtspielen für die Hessen erzielte er lediglich einen Treffer, und zwar im DFB-Pokal gegen den Fünftligisten Engers (5:0).
Wahi zieht Messi-Vergleich: „Selbst Messi braucht Zeit“
In einem Interview mit der französischen Sportzeitung L’Équipe erklärte Wahi nun die Gründe für sein Scheitern in Frankfurt. „In Deutschland habe ich eine andere Welt entdeckt, ohne die Sprache zu sprechen. Ich hatte vier Startelfeinsätze in einem Jahr und ein paar kurze Einwechslungen: Selbst wenn man Lionel Messi heißt, braucht man Zeit, um seine Qualitäten zu zeigen“, so der Stürmer. Damit spielt er auf die fehlende Spielpraxis an, die ihm in Frankfurt gewährt wurde.
Kritik auch an Ex-Klub Marseille
Doch nicht nur bei Eintracht Frankfurt fühlte sich Wahi unzureichend unterstützt. Auch seine Zeit bei Olympique Marseille (August 2024 bis Januar 2025) kritisierte er: „In Marseille war ich 21 Jahre alt, und man hat mir vier Monate gegeben, um mich zu beweisen – das ist nicht viel.“ Er fügte hinzu: „Bei diesen beiden Vereinen hat man mir keine Zeit gelassen und mir keine Chance gegeben.“
Toppmöller im Visier: „Trainer stellte anderen Stürmer auf“
Ex-Eintracht-Trainer Dino Toppmöller (45) blieb von Wahis Schelte nicht verschont. Der Nationalspieler erklärte: „In der Vorsaison habe ich in den Vorbereitungsspielen getroffen, bevor sie einen anderen Stürmer (Jonathan Burkardt; Anm. d. Red.) holten, den der Trainer aufstellte. Ich glaube, ich kann in Nizza beweisen, dass ich meine Chance nutze, wenn man sie mir gibt.“
Zukunft ungewiss: Ablöse von 20 Millionen Euro erhofft
Trotz seines aktuellen Aufschwungs in Nizza ist eine Rückkehr zu Eintracht Frankfurt unwahrscheinlich. Nach Informationen der BILD ist ein Verbleib über den Sommer hinaus trotz eines Vertrags bis 2030 äußerst fraglich. Die Eintracht erhofft sich eine Ablösesumme von rund 20 Millionen Euro. Mit einer starken WM könnte Wahi diesen Preis sogar noch steigern. Eine weitere Leihe ist definitiv nicht geplant.



