Der VfL Wolfsburg treibt seine Kaderplanung weiter voran und hat den nächsten Neuzugang vermeldet. Der Bundesliga-Absteiger verpflichtet Alessio Besio vom SC Freiburg für eine Ablösesumme von 700.000 Euro. Der 22-jährige Schweizer unterschrieb einen Vertrag bis zum Sommer 2030.
Besio folgt Strobl nach Wolfsburg
Besio war in der vergangenen Saison an den Drittliga-Klub SV Verl ausgeliehen und überzeugte dort unter Trainer Tobias Strobl. Strobl ist seit Kurzem neuer Chefcoach der Wölfe und holt seinen ehemaligen Schützling nun nach Niedersachsen. „Natürlich war Tobias Strobl letztlich mit ausschlaggebend dafür, dass ich mich für den VfL entschieden habe. Unsere gemeinsame Zeit in Verl war für den Verein, aber auch für uns beide persönlich sehr erfolgreich. Deshalb freue ich mich, dass wir weiterhin zusammenarbeiten können“, verrät Besio.
Damit setzt Wolfsburg seine offensive Einkaufstour fort. Zuvor hatten die Niedersachsen bereits Fabian Reese (25/Hertha), Hauke Wahl (32/St. Pauli), Fraser Hornby (26/Darmstadt) und Robert Glatzel (32/HSV) verpflichtet. Insgesamt investierte der VW-Klub dafür 15,3 Millionen Euro. Sportdirektor Pirmin Schwegler (39) und Boss Dieter Hecking (61) planen jedoch weitere Verstärkungen.
Paredes verlässt Wolfsburg ablösefrei
Während Wolfsburg kräftig investiert, verliert der Verein einen Offensivspieler ohne Ablöse. US-Nationalspieler Kevin Paredes (23) hat seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert und wechselt ablösefrei zum niederländischen Erstligisten FC Utrecht. Der 23-Jährige unterschrieb einen Vertrag über ein Jahr mit Option auf zwei weitere Spielzeiten. Paredes absolvierte insgesamt 65 Pflichtspiele für den VfL, in denen er an acht Toren beteiligt war. Für die USA kam er in drei Länderspielen zum Einsatz.
„Ich hätte tatsächlich schon vor ein paar Saisons hier spielen können“, sagt der Angreifer über seinen Wechsel zu Utrecht. „Ich habe mich riesig gefreut, als ich hörte, dass der FC Utrecht Interesse hatte. Jetzt hat sich der Kreis endlich geschlossen.“
Wolfsburg sitzt auf teuren Fehleinkäufen
Parallel zu den Neuzugängen kämpft Wolfsburg mit Altlasten. Die Niedersachsen sind noch auf den teuren Fehleinkäufen der vergangenen Saison sitzen geblieben. Mohamed Amoura (26), Lovro Majer (28), Konstantinos Koulierakis (22) und Kamil Grabara (27) haben einen Gesamtmarktwert von 65 Millionen Euro (laut transfermarkt.de). Bisher konnte der VfL keinen dieser Spieler abgeben. Die hohen Gehälter belasten den Etat des Absteigers, der in der 2. Bundesliga mit geringeren Einnahmen auskommen muss.



