Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg muss im Heimspiel gegen den deutschen Meister FC Bayern München auf zwei Spieler verzichten. Wie der Club auf X bestätigte, wurden Mohammed Amoura und Kevin Paredes aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen. Grund sei ein Vorfall im Training gewesen.
Für den algerischen Stürmer Mohammed Amoura ist es bereits der zweite Vorfall in dieser Saison. Schon im Januar hatte ihn der damalige Trainer Daniel Bauer vor der 0:1-Niederlage beim 1. FC Köln wegen seines Verhaltens im Training aus dem Spieltags-Kader geworfen. Der 26-Jährige war 2024 von Union Saint-Gilloise aus Belgien nach Wolfsburg gekommen und gilt aufgrund seiner Schnelligkeit und seines Talents in jedem Sommer als lukrativer Verkaufskandidat.
Trainer Hecking: „Keine zwei Meinungen“
Trainer Dieter Hecking äußerte sich bei Sky zu der Entscheidung: „Es gibt in solchen Situationen, wo wir stehen, keine zwei Meinungen. Die Disziplin muss da sein und die war nicht da in dem einen Moment im Training. Dann müssen wir mit der Konsequenz leben. Die anderen Spieler werden das auffangen.“ Hecking machte deutlich, dass die Mannschaftsdisziplin für ihn oberste Priorität habe, gerade in der aktuellen Tabellensituation.
Auswirkungen auf das Spiel gegen Bayern
Das Fehlen von Amoura und Paredes schwächt die Wolfsburger Optionen im wichtigen Heimspiel gegen den FC Bayern München. Der VfL Wolfsburg steht derzeit im Mittelfeld der Tabelle und benötigt dringend Punkte, um den Anschluss an die oberen Ränge zu halten. Amoura war in dieser Saison mit mehreren Toren und Vorlagen einer der auffälligsten Spieler, während Paredes im Mittelfeld für Stabilität sorgte. Nun müssen andere Spieler in die Bresche springen.
Die Entscheidung des Trainerteams zeigt, dass im VfL-Kader klare Regeln gelten und Verstöße gegen die Disziplin Konsequenzen haben. Ob die beiden Spieler nach dem Spiel wieder in den Kader zurückkehren, ist noch offen. Hecking betonte jedoch, dass die Tür für jeden Spieler offen stehe, der die nötige Einstellung zeige.



