Der chinesische Technikkonzern Xiaomi hat mit seinem E-SUV YU7 GT einen Rekord für autonome Fahrzeuge auf der Nürburgring-Nordschleife aufgestellt. Der Wagen absolvierte die 20,8 Kilometer lange Strecke in 10:29,483 Minuten – vollkommen ohne Fahrer am Steuer.
Technische Basis der Rekordfahrt
Der Xiaomi YU7 GT, der in Deutschland noch nicht erhältlich ist, verfügt mit dem optionalen Track-Paket über eine Systemleistung von 738 kW (1004 PS). Die Navigation erfolgte ausschließlich durch hochauflösendes Kartenmaterial, Kameras, Radar- und Lidarsensoren. Lidar, eine Abstandsmessung mittels Lasertechnologie, ermöglichte dem Fahrzeug eine präzise Orientierung auf der anspruchsvollen Strecke.
Vergleich mit menschlichen Fahrern
Die Rundenzeit von 10:29,483 Minuten liegt deutlich über den Bestzeiten von Fahrzeugen mit menschlichen Fahrern. Den Rekord für elektrische Serienfahrzeuge hält aktuell ein Porsche Taycan Turbo GT mit Manthey-Kit, der im April 2026 in 6:55,533 Minuten die Nordschleife umrundete. Ein baugleicher Xiaomi YU7 GT mit Track-Paket, gesteuert von Profifahrer Vincent Radermecker, benötigte im selben Monat 7:22,755 Minuten.
Eine vergleichbare Zeit zum autonomen Rekord findet sich im Jahr 2005: Die Rennfahrerin Sabine Schmitz fuhr im Rahmen der BBC-Sendung „Top Gear“ eine Runde in 10:23 Minuten – allerdings in einem Ford Transit mit rund 130 PS.
Bewertung und Zukunftsperspektiven
Trotz der großen Differenz zu menschlichen Fahrern wertet Xiaomi die Fahrt als Erfolg. Der autonome Rennsport steckt noch in den Anfängen, und die Systeme sind vorrangig auf Sicherheit ausgelegt. Die Rekordfahrt belege, dass autonomes Fahren auf anspruchsvollen Strecken grundsätzlich möglich sei. Zudem haben Roboautos einen Gewichtsvorteil, da sie auf den Fahrer verzichten können – im Rennsport ein entscheidender Faktor. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis autonome Fahrzeuge die Rekorde menschlicher Piloten brechen, so das Unternehmen.



