Die italienische Bank Banco BPM hat der Monte dei Paschi di Siena ein Fusionsangebot unterbreitet. Ziel ist die Schaffung der zweitgrößten Bankengruppe Italiens. Der Vorstand von Banco BPM habe einstimmig beschlossen, Monte dei Paschi ein Angebot für einen vereinbarten Zusammenschluss vorzulegen, wie das in Mailand ansässige Institut am Sonntag mitteilte.
Details des Angebots
Banco BPM gab weder ein vorgeschlagenes Umtauschverhältnis noch finanzielle Bedingungen für die Transaktion bekannt. Ein Vertreter von Monte dei Paschi war zunächst nicht erreichbar. Die geplante Fusion würde nach Angaben von Banco BPM Synergien vor Steuern von mehr als 1,1 Milliarden Euro generieren, darunter Kosteneinsparungen von über 650 Millionen Euro und Umsatzsynergien von mehr als 450 Millionen Euro.
Risikobewertung und strategische Passung
Das Risiko der Fusion sei angesichts der sich ergänzenden geografischen Präsenz und Geschäftstätigkeiten beider Institute begrenzt, erklärte Banco BPM. Die Transaktion passe gut zur laufenden Integration der Mediobanca durch Monte dei Paschi und ermögliche eine koordinierte Entwicklung der Produktbereiche der fusionierten Gruppe. Zudem würden strategische Optionen durch die Beteiligung von Monte dei Paschi an der Assicurazioni Generali erweitert.
Führungsstruktur der fusionierten Bank
Gemäß dem Vorschlag soll die Unternehmensführung des fusionierten Unternehmens auf den Grundsätzen der Ausgewogenheit und der Vertretung beider Institute basieren. Banco BPM betonte, es handle sich um eine Fusion unter Gleichgesinnten.
Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der italienische Bankensektor weiter konsolidiert wird. Sollte die Fusion zustande kommen, würde die neue Bankengruppe hinter der UniCredit zur zweitgrößten des Landes aufsteigen.



