Berliner Fintech Moss wird zum Milliarden-Einhorn
Moss wird zum Milliarden-Einhorn

Das Berliner Fintech-Unternehmen Moss ist offiziell zum Einhorn geworden. Das Startup, das Firmen bei der Ausgabenverwaltung unterstützt, hat in einer neuen Finanzierungsrunde 80 Millionen Euro eingesammelt. Damit steigt die Bewertung des Unternehmens auf über eine Milliarde Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Runde von Investoren angeführt

Die Finanzierungsrunde wurde von dem US-Investor Altos Ventures angeführt. Auch die bestehenden Geldgeber wie der Finanzinvestor 83North und der Berliner Investor Global Founders Capital beteiligten sich erneut. Insgesamt hat Moss damit seit seiner Gründung im Jahr 2019 rund 190 Millionen Euro eingesammelt.

Moss bietet eine Plattform für Firmen an, um Ausgaben zu verwalten und zu kontrollieren. Dazu gehören Firmenkreditkarten sowie Software zur Erfassung von Belegen und zur Budgetplanung. Das Unternehmen zählt nach eigenen Angaben mehr als 2.000 Kunden, darunter bekannte Firmen wie die Deutsche Bahn, die Deutsche Telekom und der Online-Händler Zalando.

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Wachstum trotz schwierigem Umfeld

Das Startup hat sich in den vergangenen Monaten stark entwickelt. Die Zahl der Kunden wuchs im vergangenen Jahr um mehr als 300 Prozent. Auch die Umsätze legten deutlich zu, wie das Unternehmen mitteilte. Dies sei insbesondere auf die steigende Nachfrage nach digitalen Lösungen für die Ausgabenverwaltung zurückzuführen.

Gleichzeitig ist der Markt für Fintech-Unternehmen in Europa stark umkämpft. Viele Startups haben in den vergangenen Monaten Schwierigkeiten, neue Investoren zu finden. Dass Moss dennoch eine so hohe Bewertung erreicht hat, zeigt laut Experten das Vertrauen der Anleger in das Geschäftsmodell.

Expansion geplant

Mit dem frischen Kapital will Moss sein Wachstum weiter vorantreiben. Das Unternehmen plant, in neue Märkte zu expandieren und das Produktangebot auszubauen. Zudem sollen neue Mitarbeiter eingestellt werden, vor allem in den Bereichen Vertrieb und Produktentwicklung.

„Wir sind sehr stolz darauf, in dieser herausfordernden Zeit eine so starke Finanzierungsrunde abzuschließen“, wird Mitgründer und Geschäftsführer Anton Mickel in einer Mitteilung zitiert. „Das Vertrauen unserer Investoren bestätigt unseren Kurs und gibt uns die Möglichkeit, unsere Vision weiterzuverfolgen.“

Blick auf den deutschen Markt

Moss ist eines der wenigen deutschen Fintechs, die in den vergangenen Monaten den Sprung zum Einhorn geschafft haben. Das Unternehmen konkurriert unter anderem mit dem US-amerikanischen Anbieter Brex und dem schwedischen Startup Pliant. Der deutsche Markt gilt als besonders attraktiv, da viele mittelständische Unternehmen nach modernen Lösungen für ihre Finanzprozesse suchen.

Die Bewertung von über einer Milliarde Euro macht Moss zu einem der wertvollsten Fintechs in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 200 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Berlin. Weitere Büros befinden sich in Köln und London.

Die Finanzierungsrunde ist ein weiteres Zeichen dafür, dass der Markt für Fintech-Lösungen trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weiterhin großes Potenzial bietet. Branchenkenner gehen davon aus, dass die Nachfrage nach digitalen Finanzdienstleistungen in den kommenden Jahren weiter steigen wird.

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