Rentenbeiträge steigen rasant: Neue Prognose bis 2040
Rentenbeiträge steigen: Neue Prognose bis 2040

Die Rentenbeiträge in Deutschland könnten bald deutlich steigen. Das zeigt eine neue Prognose der Deutschen Rentenversicherung, die der „Bild“-Zeitung vorliegt. Demnach sollen die Beiträge von derzeit 18,6 Prozent des Bruttolohns bis 2040 auf 19,9 Prozent anziehen – und das bereits ab Januar 2028. Für Arbeitnehmer bedeutet das eine spürbare Mehrbelastung.

Weniger Netto vom Brutto: So stark steigen die Abgaben

Die Anhebung um 1,3 Prozentpunkte macht sich auf der Gehaltsabrechnung bemerkbar. Bei einem monatlichen Bruttogehalt von 3000 Euro bleiben jährlich 234 Euro weniger im Portemonnaie. Insgesamt fließen dann 3582 Euro pro Jahr in die Rentenversicherung. Bei 5000 Euro Bruttomonatslohn sind es 390 Euro weniger netto im Jahr, und 5970 Euro gehen an die Rentenkasse. Spitzenverdiener mit rund 8500 Euro Monatsbrutto müssen sogar mit 659 Euro weniger Netto pro Jahr rechnen – ihre jährliche Rentenzahlung steigt auf 10.145 Euro.

Rentenkommission berät über grundlegende Reformen

Parallel zu den Beitragsprognosen arbeitet die Rentenkommission unter Vorsitz des früheren Arbeitsagentur-Chefs Jürgen Weise und der Sozialrechtlerin Constanze Janda an grundlegenden Änderungen des Rentensystems. Ihre Empfehlungen sollen am 29. Juni vorgestellt werden. Der Kommission gehören auch Bundestagsabgeordnete der Regierungsfraktionen an.

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Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD) kündigte an, ein einstimmiges Votum der Kommission vollständig zu übernehmen. „Ich wünsche mir, dass die Rentenkommission eine einstimmige Empfehlung abgibt“, sagte die SPD-Politikerin der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Dann werden wir das so umsetzen. Anderenfalls müssen wir in der Koalition darüber reden.“

Bas betont Notwendigkeit von Zuversicht

Die SPD-Vorsitzende stellte klar, dass es bei den anstehenden Reformen nicht nur um Einschnitte gehen dürfe. „Für den Reformprozess, den wir jetzt auf vielen Ebenen angehen, müssen wir den Menschen Zuversicht geben und ihnen erklären: Es wird für sie einfacher und gerechter“, betonte sie. „Wer mehr leisten kann, muss auch mehr Verantwortung übernehmen.“

Die Diskussion um die Rentenbeiträge ist Teil einer breiteren Debatte über die Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland. Neben der gesetzlichen Rente stehen auch private Vorsorgemodelle wie die Riester-Rente auf dem Prüfstand.

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