Die Norisbank lockt Neukunden mit 4,0 Prozent Zinsen pro Jahr für sechs Monate – derzeit der Spitzenwert im Tagesgeldvergleich. Das Geldinstitut gewährt diesen Aktionszins ab dem 1. Juli bis zum 31. Dezember 2026. Allerdings ist das Angebot an Bedingungen geknüpft: Kunden müssen ein kostenloses Girokonto eröffnen und mindestens drei Zahlungspartner mittels Kontowechselservice bis 30. November 2026 übertragen. Zudem darf in den vergangenen zwölf Monaten kein Konto oder Depot bei der Norisbank bestanden haben. Das maximale Anlagevolumen beträgt 250.000 Euro. Als Wechselprämie winkt ein Bonus von 120 Euro. Die Einlagensicherung erfolgt über die deutsche gesetzliche Einlagensicherung mit AAA-Bonität.
Consorsbank: 3,4 Prozent für fünf Monate
Die Consorsbank, eine Tochter der französischen BNP Paribas, bietet Neukunden 3,4 Prozent Zinsen pro Jahr für fünf Monate – verlängert von zuvor drei Monaten. Der Zinssatz gilt für Einlagen bis zu einer Million Euro. Die Einlagensicherung umfasst die französische gesetzliche Sicherung bis 100.000 Euro (Frankreich hat A+-Bonität) sowie den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken bis zu drei Millionen Euro.
Postbank: 3,2 Prozent auf Neugeld für sechs Monate
Die Postbank gewährt im Rahmen ihrer Neugeld-Aktion 3,2 Prozent Zinsen pro Jahr für sechs Monate (15. August 2026 bis 14. Februar 2027). Voraussetzung ist die Einzahlung von mindestens 2.500 Euro Neugeld bis zum 10. August 2026 auf ein neu eröffnetes oder das zuletzt eröffnete Tagesgeldkonto, das bisher an keiner Aktion teilgenommen hat. Als Neugeld gelten Gelder, die vor dem Aktionszeitraum nicht bei der Postbank oder Deutsche Bank Gruppe angelegt waren. Der Höchstbetrag liegt bei 250.000 Euro. Nach der Aktion greift der variable Standardzins von 0,75 Prozent pro Jahr. Die Einlagensicherung erfolgt über die deutsche gesetzliche Sicherung (100.000 Euro) und den Einlagensicherungsfonds.
Bank of Scotland: 3,25 Prozent für drei Monate
Die Bank of Scotland, eine Marke der in Berlin ansässigen Lloyds Bank GmbH, bietet Neukunden 3,25 Prozent Zinsen pro Jahr für drei Monate auf Einlagen bis 100.000 Euro. Die Kontoführung ist kostenlos und erfolgt online, ein Girokonto ist nicht erforderlich. Die Einlagensicherung erfolgt über die deutsche gesetzliche Sicherung (AAA-Bonität), da die Lloyds Bank GmbH in Deutschland reguliert ist.
BBVA: 3,5 Prozent mit Girokonto
Die spanische BBVA zahlt auf Guthaben auf dem kostenlosen Girokonto in den ersten sechs Monaten 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr – funktional ähnlich wie Tagesgeld. Das Guthaben ist jederzeit verfügbar, die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben, was den Zinseszinseffekt begünstigt. Der Aktionszins gilt für Anlagebeträge bis 200.000 Euro. Nach sechs Monaten richtet sich die Verzinsung variabel nach Kontoguthaben und Nutzung. Die Einlagensicherung erfolgt über Spanien bis 100.000 Euro (Spanien hat niedrigere Bonität als Deutschland).
ING: 3,2 Prozent für vier Monate
Die ING hat ihren Tagesgeldzins von 3,0 auf 3,2 Prozent pro Jahr angehoben. Der Aktionszins gilt für vier Monate auf Einlagen bis 250.000 Euro. Neukunden müssen kein Girokonto eröffnen, ein Referenzkonto bei einer anderen Bank genügt. Nach der Aktion gilt der variable Standardzins von 0,75 Prozent. Die Einlagensicherung umfasst die deutsche gesetzliche Sicherung (100.000 Euro) und den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken bis drei Millionen Euro.
VW Bank: 3,1 Prozent für sechs Monate
Die Volkswagenbank bietet 3,1 Prozent Zinsen pro Jahr für sechs Monate auf neu angelegtes Tagesgeld, schon ab dem ersten Cent. Die Zinsen werden monatlich ausgezahlt, was den Zinseszinseffekt fördert. Die Einlagensicherung erfolgt über Deutschland (AAA) und den Einlagensicherungsfonds bis drei Millionen Euro. Nach der Aktion gilt ein variabler Standardzins von derzeit 1,0 Prozent.
Scalable Capital: 2,5 Prozent variabel
Scalable Capital bietet ein Tagesgeldkonto mit 2,5 Prozent Zinsen pro Jahr, allerdings variabel und nicht zeitlich garantiert. Der Zinssatz orientiert sich an den Marktbedingungen und kann jederzeit angepasst werden. Die Verzinsung erfolgt täglich, die Gutschrift monatlich. Das Einlagevolumen ist unbegrenzt. Die gesetzliche Einlagensicherung gilt bis 100.000 Euro, mit PRIME+ sind bis zu 500.000 Euro abgesichert (verteilt auf Scalable und vier Partnerbanken).
Fazit: Tagesgeld bleibt attraktiv
Trotz Leitzinssenkungen bieten viele Banken attraktive Tagesgeldaktionen. Die Norisbank führt mit 4,0 Prozent, gefolgt von BBVA (3,5 Prozent) und Consorsbank (3,4 Prozent). Wer auf lange Zinsgarantie setzt, findet bei Norisbank, Postbank und VW Bank sechs Monate feste Zinsen. Wichtig ist, die Bedingungen wie Girokontoeröffnung oder Neugelddefinition zu beachten. Die Einlagensicherung variiert – deutsche Institute bieten meist AAA-Bonität, ausländische Banken können schwächere Ratings haben. Ein regelmäßiger Vergleich lohnt sich, da Aktionen oft befristet sind.



