Asien-Börsen im freien Fall: Handelsstopp in Seoul nach Iran-Krieg-Eskalation
Asien-Börsen brechen ein: Handelsstopp in Seoul

Asien-Börsen im Sinkflug: Iran-Krieg löst massive Kursverluste aus

Die Börsen in Ostasien befinden sich aufgrund der sich ausweitenden Konflikte im Nahen Osten in einem dramatischen Sinkflug. Der anhaltende Iran-Krieg hat zu erheblichen Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten geführt, die sich besonders stark in Asien bemerkbar machen.

Massive Einbrüche in Japan und Südkorea

Der japanische Nikkei-Index verlor bis zum Mittag Ortszeit knapp vier Prozent an Wert. Noch dramatischer entwickelte sich die Situation in Südkorea, wo der Leitindex KOSPI zwischenzeitlich um volle zehn Prozent einbrach. Wegen dieses extremen Kurseinbruchs sah sich die Börse in Seoul gezwungen, einen vorübergehenden Handelsstopp zu verhängen, der insgesamt fünf Minuten dauerte.

Die Hongkonger Börse blieb ebenfalls nicht verschont: Der Hang Seng Index fiel bis zum Mittag um knapp drei Prozent. Diese massiven Verluste spiegeln die wachsende Besorgnis der Anleger über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Nahost-Konflikts wider.

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Abhängigkeit von Ölimporten verschärft Situation

Die besondere Verwundbarkeit der ostasiatischen Volkswirtschaften erklärt sich aus ihrer starken Abhängigkeit von Ölimporten aus dem Nahen Osten. Sowohl Südkorea als auch Japan beziehen den Großteil ihrer Rohölversorgung über die strategisch wichtige Straße von Hormus.

Durch den Iran-Krieg ist der Schiffsverkehr in dieser lebenswichtigen Meeresenge jedoch stark eingeschränkt und gilt als hochriskant. Parallel zu den Börsenturbulenzen sind die Preise für Rohöl seit Kriegsbeginn deutlich angestiegen, was zusätzlichen Druck auf die energieabhängigen Volkswirtschaften ausübt.

Deutscher Aktienmarkt zeigt sich vorerst stabil

Während in Asien die Panik um sich greift, zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwochmorgen vorbörslich erstaunlich stabil. Diese Entwicklung steht in starkem Kontrast zum gestrigen Handelstag, an dem weltweit die Aktienmärkte einbrachen.

Der DAX verlor am Dienstag zum Handelsende 3,44 Prozent und schloss bei 23.790,65 Punkten. Mit diesem deutlichen Rutsch unter die 100- und 200-Tage-Durchschnittslinien hat sich auch das langfristige Chartbild des deutschen Leitindex erheblich getrübt.

Verluste setzen sich fort

Nach zwei heftigen Verlusttagen in Folge haben sich die Kursgewinne seit Jahresbeginn inzwischen vollständig in ein klares Minus verwandelt. Auch der MDax der mittelgroßen Börsentitel setzte seine Talfahrt fort und verlor weitere 3,44 Prozent auf 29.801,02 Punkte.

Die internationale Finanzwelt blickt mit großer Sorge auf die weitere Entwicklung im Nahen Osten, da eine Eskalation des Iran-Konflikts das Potenzial hat, die globalen Märkte noch stärker zu erschüttern als bisher bereits geschehen.

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