Finanzielle Folgen des Champions-League-Aus: BVB muss Prognose drastisch korrigieren
Das bittere Ausscheiden von Borussia Dortmund aus der Play-off-Runde der Champions League bei Atalanta Bergamo mit 1:4 hat unmittelbare finanzielle Konsequenzen für den Bundesligisten. Wie der Klub in einer aktuellen Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab, muss die bisherige Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 erheblich nach unten korrigiert werden.
Millionenverluste durch Wegfall von Champions-League-Einnahmen
Durch das vorzeitige Scheitern in der Königsklasse brechen einkalkulierte Einnahmen in Höhe von mehr als 11 Millionen Euro weg. Diese fehlenden Einnahmen zwingen den BVB nun zu einer deutlichen Anpassung seiner finanziellen Erwartungen. Ursprünglich hatte der Klub mit einem Ergebnis zwischen minus 5 Millionen und plus 5 Millionen Euro gerechnet.
In der offiziellen Mitteilung heißt es: „Nach dem Ausscheiden aus den Play-offs der UEFA-Champions League und dem damit erfolgten Wegfall der geplanten Ergebnispotentiale aus diesem Wettbewerb ändert Borussia Dortmund seine Prognose nunmehr auf einen Konzernjahresfehlbetrag zwischen 12 und 22 Millionen Euro.“
Börsenkurs reagiert unmittelbar auf die schlechten Nachrichten
Als börsennotiertes Unternehmen ist Borussia Dortmund verpflichtet, solche wesentlichen Prognoseänderungen unverzüglich öffentlich bekannt zu geben. Die Reaktion an der Börse ließ nicht lange auf sich warten: Der Aktienkurs des BVB fiel am Donnerstagvormittag von 3,32 Euro auf zeitweise nur noch 3,10 Euro.
Obwohl sich der Kurs im Laufe des Tages leicht auf 3,16 Euro erholte, bleibt die spürbare Auswirkung des sportlichen Misserfolgs auf die Finanzmarktwertung deutlich erkennbar. Die neue Prognose steht unter dem Vorbehalt weiterer werterhellender Tatsachen bis zum Abschluss des Jahresabschlusses.
Konsequenzen für die sportliche Zukunft des Vereins
Die finanziellen Einbußen werden sich voraussichtlich auch auf die Transferpolitik des Vereins im kommenden Sommer auswirken. Mit weniger finanziellen Mitteln steht dem BVB entsprechend weniger Spielraum für Verstärkungen zur Verfügung. Carsten Cramer (57), Sprecher der Geschäftsführung beim BVB, muss nun mit deutlich reduzierten Budgets planen.
Im schlimmsten Fall der neuen Prognose könnte der Verlust des Vereins bis zu 27 Millionen Euro betragen – eine erhebliche Belastung für die Klubkasse. Das vorzeitige Scheitern in der Champions League erweist sich somit nicht nur als sportlicher, sondern auch als finanzieller Rückschlag für den traditionsreichen Verein aus dem Ruhrgebiet.



