Dax steigt, Ölpreis fällt: Trumps Kriegsende-Ankündigung beruhigt die Finanzmärkte
Dax steigt nach Trumps Kriegsende-Ankündigung

Trumps Ankündigung sorgt für Erholung an den globalen Finanzmärkten

Die Worte von US-Präsident Donald Trump (79) haben am Montagabend für eine spürbare Entspannung an den internationalen Börsen gesorgt. Der Präsident erklärte, der seit Ende Februar andauernde Krieg gegen den Iran werde „sehr bald“ enden. Diese Aussage löste unmittelbar positive Reaktionen an den Finanzmärkten aus.

Deutliche Kursgewinne in Frankfurt und Asien

In Frankfurt stieg der deutsche Leitindex Dax am Dienstagmorgen um 2,2 Prozent auf 23.926 Punkte. Damit erholte sich der Index teilweise von den Verlusten der vergangenen Wochen – seit Kriegsbeginn hatte der Dax mehr als sieben Prozent eingebüßt. Besonders stark profitierten Unternehmen wie Siemens Energy mit einem Plus von sechs Prozent, Infineon mit fünf Prozent und Volkswagen mit 2,4 Prozent.

Die positive Stimmung griff auch auf die asiatischen Märkte über:

  • Der Nikkei-Index in Tokio legte um 2,9 Prozent auf 54.248 Punkte zu
  • Der koreanische Kospi verbuchte ein Plus von mehr als fünf Prozent
  • Der Hang-Seng-Index in Hongkong gewann zwei Prozent

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Ölpreise geben deutlich nach

Parallel zu den steigenden Aktienkursen sackten die Ölpreise ab. Das Nordseeöl Brent verlor in der Spitze rund elf Prozent und fiel auf 88,05 US-Dollar je Fass. Das US-Öl WTI notierte bei 84,43 Dollar – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Montag, als der Preis zeitweise noch bei knapp 120 Dollar gelegen hatte.

Warum Trumps Worte solche Wirkung zeigen

Die unmittelbare Reaktion der Märkte auf Trumps Ankündigung erklärt sich durch die Erwartungshaltung der Investoren. „Die Märkte bewerten nicht das Heute, sondern das Morgen“, so die gängige Börsenweisheit. Ein baldiges Kriegsende würde eine kürzere Energiekrise bedeuten, was wiederum zu geringerem Inflationsdruck und besseren Gewinnaussichten für Unternehmen führen könnte.

Tony Sycamore, Börsenexperte eines internationalen Finanzdienstleisters, kommentierte gegenüber Reuters: „Die Abschwächung von Präsident Trumps Rhetorik ist eine willkommene Entwicklung, die zumindest für die heutige Sitzung in Asien die Nerven beruhigen sollte.“

Autofahrer spüren Entspannung noch nicht

Trotz der deutlichen Ölpreisrückgänge an den Rohstoffmärkten haben sich die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen bislang noch nicht entsprechend angepasst. Am Dienstagmorgen um 7.15 Uhr kostete ein Liter E10 durchschnittlich 2,095 Euro, Diesel lag bei 2,237 Euro – jeweils teurer als am Vortag zur gleichen Zeit. Damit zahlen Autofahrer weiterhin deutlich mehr als zwei Euro pro Liter, während die Börsen bereits von der Entspannung profitieren.

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