Elliott-Wellen-Theorie: KI und eWave für objektive Marktanalyse
Elliott-Wellen: KI und eWave für objektive Marktanalyse

In der vierten Folge des Podcasts „Wall Street: Code der Wall Street?“ spricht Markus Koch mit Elliott Prechter, dem Sohn des bekannten Elliott-Wellen-Experten Robert Prechter. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moderne Technologien wie Software, eWave und Künstliche Intelligenz (KI) die Wellenanalyse objektiver und praktischer machen können.

Märkte als Ausdruck kollektiver Psychologie

Elliott Prechter erläutert, dass die Elliott-Wellen-Theorie im Kern davon ausgeht, dass Kursbewegungen nicht primär durch Nachrichten, Zinsen oder Gewinne bestimmt werden, sondern vielmehr durch kollektive Psychologie der Marktteilnehmer. Ralph Nelson Elliott entdeckte in den 1930er Jahren wiederkehrende Muster in Preis und Zeit, die auf das Verhalten von Menschenmengen zurückzuführen sind. Robert Prechter, Elliotts Vater, griff diese fast vergessene Theorie auf und machte sie an der Wall Street populär.

Technologische Unterstützung für die Wellenanalyse

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die praktische Anwendung der Theorie. Elliott Prechter erklärt, wie er mit Hilfe von eWave, einer speziell entwickelten Software, und KI-Algorithmen versucht, die subjektive Interpretation von Wellenmustern zu reduzieren. Ziel ist es, objektive Werkzeuge zu schaffen, die Analysten und Händlern eine zuverlässigere Identifizierung von Elliott-Wellen ermöglichen. „Durch den Einsatz von KI können wir Muster erkennen, die dem menschlichen Auge verborgen bleiben“, so Prechter.

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Blick auf das aktuelle Marktumfeld

Besonders spannend ist Prechters Analyse des gegenwärtigen Marktumfelds. Er äußert die Vermutung, dass sich die Märkte seit den Tiefstständen von 2020 in einer finalen fünften Welle befinden könnten. Diese Phase könnte eine abschließende Aufwärtsbewegung darstellen, bevor eine größere Korrektur einsetzt. Prechter betont jedoch, dass eine genaue Prognose schwierig sei und die Wellenanalyse lediglich Wahrscheinlichkeiten aufzeigen könne.

Podcast im Handelsblatt-Format

Der Podcast wird von Markus Koch, Lars von Thienen und Ralf Fayad moderiert und erscheint in Kooperation mit dem Handelsblatt. Die Inhalte folgen den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Weitere Informationen zu den Richtlinien sind auf der Webseite des Handelsblatts verfügbar.

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