Am Montag (18 Uhr) findet im Borussia-Park die Jahreshauptversammlung von Borussia Mönchengladbach statt. Sport-Boss Rouven Schröder (50) wird erstmals vor den Mitgliedern über die sportliche Situation der Fohlen berichten. Finanzchef Stegemann (62) präsentiert die Ergebnisrechnung 2025 und muss erneut ein Minus bekanntgeben. BILD erklärt die wichtigsten Gladbach-Zahlen im Detail.
Umsatzentwicklung: Leichter Anstieg auf 189 Millionen Euro
Gladbach steigerte den Umsatz im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um fünf Millionen Euro auf insgesamt 189 Millionen Euro. Damit bewegt sich der Klub seit vier Jahren, auch ohne internationale Wettbewerbe, stabil in einem Korridor zwischen 180 und 190 Millionen Euro. Den höchsten Umsatz erzielte Borussia bisher 2019 mit 213 Millionen Euro, als man noch in der Champions League spielte.
Jahresfehlbetrag: 3,95 Millionen Euro Verlust nach Steuern
Nach einem Gewinn von 2,4 Millionen Euro im Jahr 2024 muss Stegemann für 2025 einen Verlust nach Steuern in Höhe von 3,95 Millionen Euro erklären. Allerdings ist in dieser Summe eine Steuernachzahlung von 785.836 Euro aus den Jahren 2020 bis 2023 enthalten. Ohne diese Nachzahlung wäre der Verlust geringer ausgefallen.
Eigenkapital: 45 Millionen Euro bei 25 Prozent Quote
In der Jahresbilanz 2025 weist Borussia ein Eigenkapital von 45 Millionen Euro aus, was einer Eigenkapitalquote von 25 Prozent entspricht – ein solider Wert. Das höchste Eigenkapital verzeichnete der Klub im Jahr 2019 mit 103 Millionen Euro, als man international spielte. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist eng an den sportlichen Erfolg gekoppelt.
Personalaufwand: Gehälter sinken auf 94 Millionen Euro
Der Klub zahlte 2025 insgesamt 94 Millionen Euro an Gehältern, nach 98 Millionen im Jahr 2024 und 102 Millionen vor zwei Jahren. In dieser Summe sind alle Gehälter enthalten, auch die der Geschäftsstelle und der Nachwuchsabteilung. Ein Grund für den Rückgang um rund vier Millionen Euro sind die Abgänge der Topverdiener Alassane Plea, Julian Weigl und Ko Itakura.
TV-Erträge: Deutlicher Rückgang auf 59 Millionen Euro
Von den Fernsehsendern erhielt Borussia nur noch 59 Millionen Euro – fünf Millionen weniger als 2024. Davon entfallen allein 4,4 Millionen Euro auf geringere Erlöse, weil der Klub in der Fünf-Jahres-Wertung der Bundesliga weiter zurückfällt. Dies zeigt die Abhängigkeit von der sportlichen Platzierung.
Die Jahreshauptversammlung wird zeigen, wie die Mitglieder auf die Zahlen reagieren und welche Perspektiven der Vorstand für die Zukunft aufzeigt.



