Iran-Konflikt drückt Aktienmärkte - Gold als sicherer Hafen im Fokus
Iran-Konflikt drückt Aktien, Gold gefragt

Iran-Konflikt lässt Aktienmärkte einknicken - Gold als sicherer Hafen gefragt

Die Eskalation des Iran-Kriegs hat zu erheblicher Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten geführt. Während der deutsche Leitindex Dax deutlich nachgibt, verzeichnen die Preise für Öl und Gas einen starken Anstieg. Die Dauer des Konflikts wird nun als entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung angesehen.

Dax verliert deutlich - Chemie- und Tourismusbranche besonders betroffen

Der Dax gab am Montag zunächst um 2,3 Prozent oder mehr als 500 Zähler nach, bevor er seine Verluste etwas eindämmen konnte. Besonders stark sanken die Aktienkurse von Chemie- und Touristikkonzernen. Der Reiseverkehr im Nahen Osten ist praktisch zum Erliegen gekommen: Der Luftraum ist weiträumig gesperrt, Flugzeuge starten nicht, und auch Kreuzfahrtschiffe bleiben in den Häfen.

Goldpreis erreicht neue Höhen - Silber ebenfalls gefragt

Angesichts der Turbulenzen setzen Investoren verstärkt auf den sicheren Hafen Gold. Der Preis für das Edelmetall zog deutlich an, zuletzt mussten für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) fast 5.400 Dollar bezahlt werden. Damit rückt das Rekordhoch von fast 5.600 Dollar vom Ende Januar wieder näher. Auch der Silberpreis legte spürbar zu.

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Öl- und Gaspreise schießen in die Höhe

Der europäische Gaspreis schnellte am Montag zum Handelsstart um ein Viertel in die Höhe. Allerdings ist Erdgas damit gerade einmal so teuer wie zuletzt im Januar, als niedrige Temperaturen und vergleichsweise niedrige Füllstände der Gasspeicher den Preis angetrieben hatten.

Am Ölmarkt stiegen die Preise für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA in der Nacht zum Montag ebenfalls stark. Brent erreichte in der Spitze den höchsten Stand seit Juli 2024, US-Öl den höchsten Stand seit Juni 2025. Die Preise gaben danach aber wieder etwas nach. Für Brent mussten zuletzt 78,30 Dollar je Barrel (159 Liter) gezahlt werden, für US-Öl 71,71 Dollar – jeweils etwa sieben Prozent mehr als vor dem Wochenende.

Wirtschaftliche Folgen hängen von Konfliktdauer ab

Nach Einschätzungen von US-Präsident Trump könnte der Krieg mit dem Iran noch etwa vier Wochen dauern. Allerdings hatten sich die Angriffe der USA und Israels auf den Iran bereits abgezeichnet, sodass es nicht zu Panik an den Finanzmärkten kam.

„Bleibt es bei einem kürzeren Konflikt, werden die wirtschaftlichen Folgen jedenfalls begrenzt bleiben“, erklärt Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank. Die Straße von Hormus, ein Nadelöhr des weltweiten Energiehandels, ist durch die Einschränkung des Schiffsverkehrs besonders betroffen, was die Risiken für die Weltwirtschaft erhöht.

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