Iran-Krise lässt Börsen zittern: Straße von Hormus blockiert, Ölpreise steigen
Iran-Krise: Börsen zittern, Ölpreise steigen

Iran-Krise erschüttert die Finanzmärkte: Börsen unter Druck

Die eskalierende Krise im Nahen Osten hat die globalen Finanzmärkte am Montagmorgen in Aufruhr versetzt. Im Fokus steht die strategisch wichtige Straße von Hormus, eine Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman, über die bis zu 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert werden. Der Schiffs- und Tankerverkehr wurde eingestellt, was den Ölfluss zum Stocken bringt und unmittelbare Auswirkungen auf die Börsen hat.

Ölpreise schießen in die Höhe

Bereits am Wochenende und zu Wochenbeginn spiegelte der Ölmarkt die wachsende Nervosität wider. Die Rohölsorte Brent notierte am frühen Montag bei etwa 77 bis 78 US-Dollar pro Barrel. Experten halten kurzfristig Preise von 80 bis 85 Dollar für möglich. Bei einer längerfristigen Blockade der Straße von Hormus könnten die Ölpreise sogar auf 120 oder 150 Dollar pro Barrel steigen, was die Gefahr einer Rezession deutlich erhöht. Jorge Leon, Analyst bei Rystad Energy, betont: „Die unmittelbarste und greifbarste Entwicklung ist die faktische Einstellung des Verkehrs durch die Straße von Hormus.“

Asiatische Börsen leiden unter dem Konflikt

Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran auf der einen Seite und den USA sowie Israel auf der anderen Seite belasteten am Montagmorgen bereits die asiatischen Börsen. Anleger flüchteten in als sicher geltende Anlagen wie den US-Dollar und Gold. In Tokio gab der Nikkei-Index, der 225 Werte umfasst, um 1,4 Prozent auf 58.038,36 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notierte ebenfalls 1,4 Prozent niedriger bei 3.881,71 Zählern. Die Börse in Shanghai blieb fast unverändert, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte.

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Japan besonders betroffen

Besonders die japanische Börse litt unter der Sorge vor einem Ölpreisschock, da das Land fast seinen gesamten Ölbedarf importiert. Zu den größten Verlierern zählten daher Aktien von Fluggesellschaften sowie die Chip-Schwergewichte Advantest und Tokyo Electron mit Kursverlusten von jeweils rund zwei Prozent. Gefragt waren hingegen Energieaktien. So stiegen die Papiere des Öl- und Gasförderers Inpex um sieben Prozent.

Chinesische Märkte zeigen sich stabil

Gegen den Trend hielten sich die Börsen in Shanghai und Shenzhen stabil. Händler verwiesen auf die Erwartung, dass die Regierung in Peking vor einer wichtigen Parlamentssitzung in dieser Woche die Märkte stützen könnte. Diese Stabilität bildet einen Kontrast zu den Turbulenzen in anderen asiatischen Regionen.

Die anhaltende Krise im Nahen Osten stellt die Finanzmärkte vor erhebliche Herausforderungen. Die Blockade der Straße von Hormus und die steigenden Ölpreise könnten langfristige wirtschaftliche Folgen haben, insbesondere für ölabhängige Volkswirtschaften wie Japan. Anleger bleiben angesichts der unsicheren geopolitischen Lage vorsichtig und beobachten die Entwicklungen genau.

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