Mattel-Aktie im freien Fall: US-Weihnachtsgeschäft enttäuscht Prognosen
Mattel-Aktie stürzt ab: Weihnachtsgeschäft enttäuscht

Mattel-Aktie erleidet massiven Wertverlust nach enttäuschendem Weihnachtsgeschäft

Die Aktie des Spielzeugriesen Mattel ist nach einem schlechter als erwartet verlaufenen US-Weihnachtsgeschäft dramatisch eingebrochen. Im nachbörslichen Handel in den USA verlor der Kurs um rund 28 Prozent, was einem Verlust von mehr als einem Viertel des Unternehmenswerts entspricht. Mattel, bekannt für Marken wie Barbie und Hot Wheels, musste damit eine schwere Enttäuschung an der Börse hinnehmen.

Schwaches Dezember-Geschäft in den USA drückt Profitabilität

Finanzchef Paul Ruh erklärte nach der Vorlage der Quartalszahlen, dass das Dezember-Geschäft in den USA zwar zugelegt habe, jedoch schwächer als von Mattel selbst prognostiziert. Er verwies auf mehrere Faktoren: preisbewusste Verbraucher, die verstärkt nach Schnäppchen suchten, und einen zögerlichen Aufbau von Lagerbeständen im Handel. In dieser Situation sah sich Mattel gezwungen, Rabatte zu gewähren, was die Profitabilität des Unternehmens erheblich beeinträchtigte. Außerhalb der USA verlief das Geschäft hingegen wie erwartet.

Der Quartalsgewinn von Mattel fiel im Jahresvergleich um ein Viertel auf 106,2 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg zwar um sieben Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Dollar, konnte jedoch nicht über die enttäuschenden Margen hinwegtäuschen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hasbro trotzt Importzöllen mit Preiserhöhungen

Während Mattel kämpfte, zeigte sich Konkurrent Hasbro deutlich robuster. Hasbro verzeichnete keine Probleme in seinem Weihnachtsgeschäft, obwohl das Unternehmen in den USA Preiserhöhungen durchführte. Firmenchef Chris Cocks erläuterte dem Wall Street Journal, dass Hasbro zunächst Preise im Bereich Entertainment und Sammlerartikel anhob, wo die Nachfrage traditionell stabiler ist. In diesem Jahr wurden die Aufschläge auf weitere Kategorien ausgeweitet.

Spielzeuganbieter wie Hasbro lassen traditionell viel in Asien produzieren und sind daher von US-Importzöllen betroffen. Cocks gab an, dass die aktuelle Zollrate bei Hasbro bei etwa 24 Prozent liege. Ein Teil dieser Kosten werde von Hasbro und Handelspartnern absorbiert, doch ein gewisser Anteil müsse an die Verbraucher weitergegeben werden. Das ist einfach die Realität, wenn man in einer Welt mit Zöllen lebt, betonte der Hasbro-Chef.

Hasbro, bekannt für Spielwaren mit Marvel- und Transformers-Figuren sowie Peppa Pig-Artikeln, verzeichnete im Weihnachtsquartal einen Umsatzanstieg von 31 Prozent auf gut 1,44 Milliarden Dollar. Der Gewinn belief sich auf 201,6 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 34,3 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Hintergrund: Diskussion um Verbraucherverhalten und Zölle

In den USA wird seit Monaten intensiv darüber diskutiert, ob Verbraucher angesichts hoher Lebenshaltungskosten sparsamer werden und welche Rolle die von Präsident Donald Trump verhängten Importzölle dabei spielen. Mattels Schwierigkeiten unterstreichen diese Debatte, während Hasbros Erfolg zeigt, dass einige Unternehmen trotz Zöllen profitabel agieren können, indem sie strategische Preisanpassungen vornehmen.

Insgesamt markiert diese Entwicklung eine deutliche Divergenz in der Spielzeugbranche, wobei Mattel mit Herausforderungen im heimischen Markt zu kämpfen hat, während Hasbro von einer robusten Nachfrage und effektivem Kostenmanagement profitiert.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration