Die US-Futures geben am Freitag nach, insbesondere der Nasdaq steht unter Druck. Auslöser ist ein Bericht der New York Times, wonach OpenAI den geplanten Börsengang möglicherweise von Ende 2026 auf 2027 verschieben könnte. Dies trifft einen wunden Punkt des KI-Booms, da ein großer Teil der Infrastrukturwelle über Kapitalmärkte, neue Aktien, Schulden und hohe Bewertungen finanziert wird – nicht über freien Cashflow.
Auswirkungen auf den KI-Sektor
Wenn OpenAI zögert, könnte dies die Geschwindigkeit der KI-Investitionen bremsen und entsprechend SoftBank, Chipwerte und den gesamten AI-Capex-Trade belasten. Gleichzeitig bleiben die Sorgen rund um steigende Memory-Kosten, neue Kapazitäten bei Samsung und SK Hynix sowie der Druck auf die Cashflows der Hyperscaler bestehen. Die Abhängigkeit der KI-Industrie von externer Finanzierung wird dadurch deutlich.
Rohstoffmärkte und Konjunkturdaten
Öl fällt weiter Richtung 72,50 Dollar je Brent-Fass, was mittelfristig Inflationsdruck nehmen könnte. Im Fokus stehen heute zudem US-Handelsdaten, Lagerbestände und das finale Michigan-Verbrauchervertrauen. Die Marktteilnehmer warten gespannt auf weitere Signale zur Konjunktur und zur Geldpolitik der US-Notenbank.
Der Podcast wurde von Markus Koch präsentiert und von Handelsblatt veröffentlicht. Er folgt den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Weitere Informationen finden Sie in den Richtlinien des Handelsblatts.



