Agrofert investiert Millionen in Wittenberg: Chemiepark Piesteritz erhält kräftigen Schub
Agrofert investiert Millionen in Chemiepark Wittenberg

Chemieindustrie in Sachsen-Anhalt erhält kräftigen Investitionsschub

Die Chemiebranche in Sachsen-Anhalt steht vor einem bedeutenden Entwicklungsschub. Der tschechische Konzern Agrofert plant umfangreiche Millioneninvestitionen im Agro-Chemie Park Piesteritz in Lutherstadt Wittenberg. Dies gab die Staatskanzlei nach einem Treffen zwischen Ministerpräsident Sven Schulze und der Agrofert-Geschäftsführung in Prag bekannt.

Konkrete Investitionspläne für das laufende Jahr

Für das Jahr 2026 sind bereits konkrete Finanzierungsvorhaben festgelegt:

  • 50 Millionen Euro für Projekte der SKW Stickstoffwerke Piesteritz
  • 70 Millionen Euro für den Backwarenhersteller Lieken zur Erweiterung der Produktionskapazitäten

Diese Investitionen markieren einen weiteren Schritt in der langjährigen Engagement-Strategie des Konzerns am Standort Wittenberg.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Langjähriges Engagement und regionale Bedeutung

Seit dem Jahr 2005 hat Agrofert bereits mehr als 1,6 Milliarden Euro in seinen Wittenberger Standort investiert. Der Agro-Chemie Park Piesteritz ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Region, sondern auch ein bedeutender Arbeitgeber:

  • Rund 2.500 Menschen arbeiten direkt im Chemiepark
  • Etwa 10.000 weitere Arbeitsplätze in der Region hängen indirekt von dem Standort ab

Politische Unterstützung für die Chemiebranche

Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) nutzte seine erste Auslandsreise im Amt gezielt, um die wirtschaftlichen Beziehungen zur tschechischen Chemieindustrie zu stärken. In Prag traf er mit einer Wirtschaftsdelegation die Geschäftsführung von Agrofert, um über die weiteren Investitionspläne zu sprechen.

„Unser Ziel ist klar: Wir müssen die Grundstoffchemie in Sachsen-Anhalt erhalten und gleichzeitig Rahmenbedingungen für neue Investitionen ermöglichen“, betonte Schulze in einer offiziellen Stellungnahme. Die Landesregierung zeigt damit deutlich, dass sie die Chemieindustrie als strategisch wichtigen Wirtschaftszweig für das Bundesland betrachtet.

Agrofert als strategischer Investor

Agrofert ist nicht nur ein bedeutender internationaler Konzern, sondern auch Gesellschafter der SKW Stickstoffwerke Piesteritz, einem wichtigen Düngemittelwerk in der Region. Die geplanten Investitionen unterstreichen das langfristige Commitment des Unternehmens für den Standort Wittenberg und die gesamte Region Sachsen-Anhalt.

Die geplanten Mittel fließen sowohl in die Weiterentwicklung der besteichen Chemieproduktion als auch in die Diversifizierung durch den Ausbau der Backwarenproduktion. Diese strategische Ausrichtung soll die wirtschaftliche Stabilität des Standortes langfristig sichern und neue Wachstumsperspektiven eröffnen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration