Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) will mögliche weitere Hilfen für deutsche Landwirte angesichts gestiegener Düngemittelkosten prüfen. Auf dem Deutschen Bauerntag in Freiburg begrüßte er das auf europäischer Ebene verabschiedete Hilfspaket, das gegen höhere Düngerpreise gerichtet ist. Gleichzeitig kündigte er an, unter Hochdruck zu prüfen, was national zusätzlich getan werden könne.
Finanzhilfe von der EU-Kommission
Bauernpräsident Joachim Rukwied verwies auf eine von der EU-Kommission bereitgestellte Finanzhilfe, von der rund 60 Millionen Euro nach Deutschland fließen sollen. Diese Summe könnte – ähnlich wie bei einem früheren Programm – national auf 180 Millionen Euro aufgestockt werden. Rukwied appellierte an den Minister: „Machen Sie das auch so.“ Er betonte, dass die Versorgungslage angespannt bleibe.
Haushaltssituation erschwert Hilfen
Rainer räumte ein, dass die aktuelle Haushaltssituation schwierig sei, versicherte aber: „Wir bleiben, was das anbelangt, dran.“ Neben den finanziellen Hilfen strebt der Minister eine Entlastung der Landwirtschaftsbetriebe von bürokratischen Vorgaben an. Dabei sei es möglich, hohe deutsche Standards beizubehalten, ohne „die zweite und dritte Statistik fürs gleiche Thema“ zu fordern.
Die hohen Energie- und Düngemittelkosten drücken weiterhin die Geschäftsaussichten der Bauern. Der Deutsche Bauernverband erwartet, dass die angespannte Lage anhält und fordert zusätzliche Unterstützung von der Bundesregierung.



