Nobelpreisträger nennt Atomausstieg 'Wahnsinn' - Kosten belasten jeden Deutschen mit fast 4000 Euro
Atomausstieg kostet jeden Deutschen fast 4000 Euro - Nobelpreisträger spricht von Wahnsinn

Nobelpreisträger und Experten kritisieren Atomausstieg als milliardenschwere Fehlentscheidung

Der deutsche Atomausstieg wird von führenden Wissenschaftlern und Energieexperten als eine der kostspieligsten energiepolitischen Entscheidungen der letzten Jahrzehnte bewertet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete den Ausstieg aus der Kernkraft bereits als "großen strategischen Fehler". Diese Einschätzung teilen zahlreiche Fachleute, die die wirtschaftlichen Folgen nun detailliert beziffern.

Volkswirtschaftliche Verluste in dreistelliger Milliardenhöhe

Energieökonom Prof. Manuel Frondel vom Leibniz-Institut spricht vom "größten energiepolitischen Fehler der vergangenen Jahrzehnte". Im Gespräch mit Medien betonte er: "Wir sprechen hier von dreistelligen Milliardenbeträgen, die Deutschland volkswirtschaftlich verloren hat." Bereits die Energieprognose 2009, eine Studie der Bundesregierung an der Frondel mitarbeitete, kam zu dem Ergebnis, dass eine Laufzeitverlängerung von nur zwölf Jahren einen volkswirtschaftlichen Nutzen von mehr als 100 Milliarden Euro gebracht hätte.

Physik-Nobelpreisträger Klaus von Klitzing äußerte sich noch deutlicher: "Eine Tatsache ist, dass das Bruttonationaleinkommen etwa proportional zum Energieverbrauch eines Staates ist und unser Wohlstand von billiger Energie abhängt. Insofern war es Wahnsinn, funktionierende Atomkraftwerke in Deutschland abzuschalten."

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Fast 4000 Euro Mehrkosten pro Bürger

Eine aktuelle Studie des norwegischen Wirtschaftsprofessors Jan Emblemsvåg vergleicht die Kosten der Energiewende mit einem Szenario, in dem Deutschland weiter auf Kernkraft gesetzt hätte. Aus Investitionen, Betriebskosten und staatlichen Fördergeldern errechnet er rund 330 Milliarden Euro Mehrkosten durch den Atomausstieg.

Diese Summe entspricht etwa 3900 Euro pro Bürger - für eine vierköpfige Familie ergeben sich damit Mehrkosten von rund 15.600 Euro. Mit diesem Betrag ließe sich je nach Verbrauch zwischen neun und 16 Jahre lang der Strom bezahlen. Statt weiter auf Kernkraft zu setzen, muss der Staat nun zahlreiche Erdgaskraftwerke subventionieren, deren Bau allein zweistellige Milliardensummen kostet.

Stromimporte und Abhängigkeit vom Ausland

Professor André Thess von der Universität Stuttgart weist auf weitere Probleme hin: "Nach dem Atomausstieg ist Deutschland vom Stromexporteur zum Stromimporteur geworden. Wir kaufen regelmäßig Strom aus dem Ausland zu hohen Preisen, darunter französischen Atomstrom." Die Abhängigkeit vom Ausland sei bei Atomstrom deutlich geringer als bei fossilen oder erneuerbaren Energien.

Thess ergänzt kritisch: "Zu Letzterem erlaube ich mir die Bemerkung, dass Solarmodule und Windkraftanlagen nicht vom Himmel fallen, sondern aus China importiert werden." Auch erneuerbare Energien werden inzwischen wieder vom Staat bezuschusst, hinzu kommen zusätzliche Kosten für CO₂-Zertifikate.

Auswirkungen auf Strompreise und Wirtschaftswachstum

Der Atomausstieg beeinflusst laut Experten auch direkt die Strompreise. Während Thess von deutlich höheren Kosten spricht, geht Frondel von "ein bis zwei Cent pro Kilowattstunde weniger" aus, wenn Deutschland weiter auf Kernkraft gesetzt hätte. Mehr als die Hälfte des Strompreises besteht jedoch aus Steuern, Abgaben und Netzentgelten.

Besonders problematisch ist der Atomausstieg für die wirtschaftliche Entwicklung: Digitalisierung und neue KI-Rechenzentren benötigen "sehr zuverlässigen, kostengünstigen Strom". Mit wetterabhängigen Erneuerbaren allein sei dies laut Frondel kaum machbar, was das Wirtschaftswachstum bremse. Die Finanzierung aller zusätzlichen Kosten tragen am Ende der Steuerzahler und die Stromkunden.

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