Netzausbau in der Uckermark: E.DIS investiert Millionen in smarte Stromnetze
E.DIS investiert Millionen in smarte Stromnetze der Uckermark

Stromnetz der Zukunft: E.DIS modernisiert die Uckermark

Die Energieversorgung in der Uckermark steht vor einem bedeutenden Wandel. Der regionale Netzbetreiber E.DIS Netz GmbH investiert massiv in die Modernisierung und den Ausbau der Strominfrastruktur. Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket, das von der Erweiterung des Umspannwerks Klosterwalde bis zum Einbau digitaler Ortsnetzstationen reicht, soll die Versorgungssicherheit nachhaltig gestärkt werden.

Smarte Technologie für mehr Effizienz

Ein zentraler Baustein der Modernisierung ist die Umrüstung herkömmlicher Trafostationen zu digitalen Ortsnetzstationen, sogenannten smarten digiONS. Diese hochmodernen Einheiten erfassen in Echtzeit Daten zu Netzauslastung, Spannung und möglichen Störungen, wie Heike Lewin, Kommunalreferentin der E.DIS, erläutert. Die Informationen werden fernüberwacht und analysiert, was eine optimierte Betriebsführung, frühzeitige Fehlererkennung und vorausschauende Wartungsplanung ermöglicht.

Konkrete Beispiele für diese Modernisierung finden sich bereits im Stadtgebiet von Templin. In der Röddeliner Straße entsteht im Zuge von Modernisierungsarbeiten der Woba Templin-UM eine solche smarte Trafostation. Bereits im Vorjahr wurden neue Stationen unter anderem in der Bahnhofstraße installiert, um ein neu entstehendes Wohnquartier anzuschließen.

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Großprojekt Umspannwerk Klosterwalde

Das Flaggschiff der Investitionen ist die Erweiterung des Umspannwerks Klosterwalde bei Templin. 2026 wird intensiv an der Fertigstellung dieser zentralen Schaltstelle gearbeitet. Das erweiterte Umspannwerk soll die Grundlage dafür schaffen, dass Verbraucher in der Region nicht nur Wärmepumpen, zusätzliche Ladepunkte für Elektroautos oder Solaranlagen anschließen können, sondern auch weitere gewerbliche Neuansiedlungen und Investitionen ermöglicht werden.

Dieses Großprojekt ist Teil einer längerfristigen Strategie. Bereits 2025 begannen die Vorarbeiten, da das bestehende Mittelspannungsnetz zwischen dem Umspannwerk Klosterwalde und der Templiner Kernstadt nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach. Für vier neue Mittelspannungskabel-Systeme wurden rund 100 Kilometer Kabel verlegt. Insgesamt wird die E.DIS am Ende mehr als acht Millionen Euro in dieses Vorhaben investiert haben.

Kabel statt Freileitungen

Parallel zur Modernisierung der Stationen erfolgt eine umfassende Ertüchtigung der Leitungsnetze. Alte Mittelspannungsmasten sollen nach der vollständigen Inbetriebnahme der neuen Kabelstrecke und eines dritten Transformators im Umspannwerk Klosterwalde ab 2027 zurückgebaut werden. Stattdessen setzt der Netzbetreiber vermehrt auf Erdkabel.

  • In Tantow werden Niederspannungsfreileitungen durch Erdkabel ersetzt und eine Trafostation erneuert.
  • Zwischen Greiffenberg und Bruchhagen ersetzen fast 3000 Meter Erdkabel die alten Mittelspannungsfreileitungen.
  • Zwischen Schmiedeberg und Wilmersdorf sind sogar 5000 Meter Umverlegung geplant.

Diese Maßnahmen dienen nicht nur der Verbesserung der Netzstabilität, sondern auch der Landschaftsbildpflege. Die E.DIS nutzt zudem gezielt Straßenbaumaßnahmen in den Ortsteilen, um Kabel umzuverlegen und weitere Niederspannungsleitungen durch Erdkabel zu ersetzen.

Neue Anschlüsse für Wachstum

Der Netzausbau ist auch eine Reaktion auf konkrete Bedarfe vor Ort. So plant die E.DIS, weitere Mittelspannungs- und Niederspannungskabel-Abschnitte zu ertüchtigen, um unter anderem Anschlussbegehren in den Bereichen Ahrensdorf und Heinrichshof/Karlshof zu ermöglichen. In Templin selbst, in der Dargersdorfer Straße Richtung Kurpark, sind Neuerschließungen vorgesehen, um den Bau weiterer Eigenheime gemäß einem beschlossenen Bebauungsplan der Stadtverordneten zu unterstützen.

Die umfassenden Investitionen und Modernisierungen zeigen: Die E.DIS bereitet die Strominfrastruktur der Uckermark systematisch auf die Anforderungen der Zukunft vor – von der dezentralen Energieerzeugung bis zur steigenden Nachfrage durch Elektromobilität und Wärmepumpen.

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