Gaspreise für Neukunden steigen deutlich nach Iran-Konflikt
Die Gaspreise für Neukunden haben infolge des Iran-Krieges einen deutlichen Anstieg verzeichnet. Laut einer aktuellen Auswertung des Vergleichsportals Verivox haben sich die Kosten innerhalb weniger Tage spürbar erhöht. Grund für diese Entwicklung sind die stark gestiegenen Großhandelspreise für Erdgas, die sich direkt auf die Verbraucherpreise auswirken.
Preisanstieg von rund 15 Prozent
Innerhalb weniger Tage hat sich Erdgas bei neu abgeschlossenen Verträgen um 1,2 Cent pro Kilowattstunde verteuert. Dies entspricht einem Anstieg von rund 15 Prozent, wie ein Sprecher von Verivox bestätigte. Die günstigsten Verträge kosten jetzt im Durchschnitt 9,4 Cent pro Kilowattstunde – ein deutlicher Sprung gegenüber den vorherigen Konditionen.
Im Februar 2026 zahlte ein Haushalt mit einem Gas-Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden im bundesweiten Durchschnitt im günstigsten Gastarif mit zwölfmonatiger Preisgarantie noch rund 8,2 Cent pro kWh. Aktuell liegt das günstigste Angebot im Bundesschnitt bei etwa 9,4 Cent je Kilowattstunde. Dieser Unterschied verdeutlicht die rasche Verteuerung, die Verbraucher bei Neuverträgen hinnehmen müssen.
Auswirkungen auf den Energiemarkt
Der Iran-Krieg hat zu erheblichen Verwerfungen auf dem globalen Energiemarkt geführt. Die gestiegenen Großhandelspreise für Erdgas spiegeln sich unmittelbar in den Verbrauchertarifen wider. Diese Entwicklung unterstreicht die Abhängigkeit der deutschen Energieversorgung von internationalen Konflikten und Marktbewegungen.
Verivox weist darauf hin, dass die Preiserhöhungen besonders für Neukunden spürbar sind. Bestandskunden mit bestehenden Verträgen und Preisgarantien sind vorerst von diesen Anpassungen geschützt. Allerdings könnten auch hier bei Vertragsverlängerungen oder Neuabschlüssen höhere Kosten anfallen.
Die aktuelle Situation erfordert von Verbrauchern eine sorgfältige Prüfung ihrer Energieverträge. Angesichts der volatilen Marktlage empfiehlt es sich, Tarife mit Preisgarantien zu bevorzugen, um sich vor weiteren unerwarteten Erhöhungen abzusichern. Die Entwicklung der Gaspreise bleibt ein zentrales Thema für Haushalte und die gesamte Energiewirtschaft.



