Fifa-Chef Infantino: Privatjet-Flüge verursachen doppelte Erderwärmung
Infantinos Privatjet-Flüge: doppelte Erderwärmung

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat während der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar eine erschreckende CO2-Bilanz mit seinen Privatjet-Flügen hinterlassen. Laut einer Analyse von SPIEGEL und der Umweltorganisation Transport & Environment verursachten Infantinos Reisen so viele Emissionen, dass sie die doppelte Erderwärmung im Vergleich zu einer Erdumrundung bewirken. Insgesamt legte der Fifa-Chef mit seinem Privatjet rund 120.000 Kilometer zurück – das entspricht drei Erdumrundungen. Dabei flog er zu mehr als 20 Spielen in verschiedenen Städten, oft nur für kurze Aufenthalte.

Exzessiver Jet-Set: Infantino als Vorreiter eines schädlichen Trends

Infantino ist nicht allein: Der Trend zu exzessiven Privatjet-Flügen unter Spitzenfunktionären und Prominenten nimmt zu. Während der WM 2022 in Katar waren zahlreiche Privatjets im Einsatz, um Gäste und Offizielle zwischen den Stadien zu transportieren. Die Analyse zeigt, dass Infantinos Flüge allein für rund 1.000 Tonnen CO2 verantwortlich sind – mehr als ein durchschnittlicher Deutscher in 100 Jahren ausstößt. „Die Klimabilanz der Fifa-Führung ist verheerend“, sagt ein Sprecher von Transport & Environment. „Es ist ein Luxus, den sich die Welt in Zeiten der Klimakrise nicht leisten kann.“

Klimaschäden durch Privatjets: Ein wachsendes Problem

Privatjets sind besonders umweltschädlich, da sie pro Passagierkilometer deutlich mehr CO2 ausstoßen als Linienflüge. Laut einer Studie der Europäischen Umweltagentur verursachen Privatjets im Durchschnitt zehnmal so viele Emissionen wie kommerzielle Flüge. Infantinos Flüge sind ein Paradebeispiel für dieses Problem: Er flog oft allein oder mit wenigen Begleitern in einer Maschine, die für bis zu 19 Passagiere ausgelegt ist. Die Fifa selbst hat sich zwar zum Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden, doch die aktuellen Praktiken stehen im Widerspruch dazu. „Solange die Führungsetage mit Privatjets reist, sind die Klimaziele unglaubwürdig“, kritisiert ein Umweltexperte.

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Reaktionen und Forderungen

Umweltorganisationen fordern von der Fifa konkrete Maßnahmen, um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Dazu gehören die Nutzung von Linienflügen oder die Kompensation von Emissionen. Die Fifa hat bisher nicht auf die Kritik reagiert. Allerdings kündigte Infantino an, bei der nächsten WM in Nordamerika 2026 umweltfreundlicher reisen zu wollen. Ob dies tatsächlich umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Die Analyse zeigt, dass Infantinos Reiseverhalten ein Symbol für die Klima-Heuchelei vieler Spitzenfunktionäre ist.

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