Ferrari-Strafe: Hamilton fährt Mechaniker in der Box an – 30.000 Euro
Ferrari-Strafe: Hamilton fährt Mechaniker an

Schrecksekunde beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps: Ferrari-Pilot Lewis Hamilton hat bei seinem Boxenstopp versehentlich einen Mechaniker angefahren. Wie Teamchef Frédéric Vasseur mitteilte, blieb der Angestellte unverletzt – „es geht ihm gut“. Die FIA verhängte am Abend eine Geldstrafe von 30.000 Euro gegen Ferrari, wovon 10.000 Euro zur Bewährung ausgesetzt werden, falls dem italienischen Traditionsrennstall in den nächsten zwölf Monaten kein ähnlicher Vorfall unterläuft.

Hintergründe des Boxenstopp-Vorfalls

Hamilton musste bei seinem Reifenwechsel gegen Rennmitte zunächst eine Fünf-Sekunden-Strafe absitzen. Diese hatten ihm die Rennkommissare wegen einer Kollision mit Mercedes-Pilot George Russell in der ersten Runde aufgebrummt. Der Mechaniker versuchte während des Stopps, den Frontflügel zu justieren – Hamilton hatte sich zuvor immer wieder über Probleme mit der Balance beklagt.

Als der Brite losfuhr, traf er den Ferrari-Mechaniker leicht. „Ist er in Ordnung?“, fragte Hamilton per Funk. „Es wurde grün.“ Aus Sicherheitsgründen werden Boxenstopps in der Formel 1 unter einer Ampelphase durchgeführt. Vasseur erklärte bei Sky: „Es war ein Fehler mit der Prozedur, denn das Licht war grün, Lewis konnte fahren. Es war einfach ein Fehler und etwas Pech dabei.“

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Rennverlauf und Finale

Hamilton beendete das Rennen auf Rang vier hinter Sieger Kimi Antonelli (Mercedes), seinem Ferrari-Kollegen Charles Leclerc und Red-Bull-Star Max Verstappen. In der Fahrer-WM liegt er mit 159 Punkten auf Platz zwei hinter Antonelli (204).

Hamiltons Kommentare zum Wochenende

Hamilton nahm die Punkte trotz der Widrigkeiten mit: „Wenn man sieht, was passiert ist, den Schaden am Auto, den Unfall gestern, alles, was passiert ist – ich hatte dann auch das falsche Setup –, dann ist es definitiv noch positiv, die Punkte mitzunehmen.“ Im dritten Freien Training hatte er seinen Ferrari bei einem Ausritt beschädigt, seine Crew machte den SF-26 zum Qualifying aber rechtzeitig wieder flott.

Die Strafe für den Unfall mit Russell hielt Hamilton für überzogen: „Ich denke, es war ein Rennunfall. Es war keine Absicht. Er kam von außen, ich war direkt hinter Max (Verstappen). Es ist nicht so, als wäre ich in ihn reingefahren. Es war einfach ein Rennvorfall, ein Unfall. Natürlich ist es nicht toll, dafür bestraft zu werden. Ich hatte dann auch ein paar Beschädigungen am Auto, das hat das Rennen natürlich schwieriger gemacht.“ Auch Russell sprach von einer „etwas harten Strafe“ gegen seinen Landsmann.

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