Zoll am BER verzeichnet drastischen Anstieg bei Kontrollen und Verstößen
BER: Zoll-Kontrollen um 32 Prozent gestiegen

Der Zoll am Hauptstadtflughafen BER hat seine Kontrolltätigkeit im vergangenen Jahr deutlich ausgeweitet. Insgesamt wurden 2025 rund 662.000 Kontrollen durchgeführt, wie eine Sprecherin des Hauptzollamtes Potsdam mitteilte. Im Jahr 2024 waren es mit knapp 500.000 Kontrollen deutlich weniger – ein Anstieg um rund 32 Prozent. Zunächst hatte der RBB berichtet.

Höheres Passagieraufkommen als Treiber

Die gestiegene Zahl der Kontrollen steht in direktem Zusammenhang mit dem wachsenden Passagieraufkommen am BER. „Infolge des gestiegenen Passagieraufkommens am BER wurden automatisch mehr Gepäckstücke kontrolliert“, erklärte die Sprecherin. Die Kontrollen erfolgten auf Basis von Lageerkenntnissen, um Risiken gezielt zu identifizieren.

Dabei stellten die Zollbeamten im vergangenen Jahr rund 9.300 Verstöße fest – ein deutlicher Anstieg gegenüber den etwa 7.700 Verstößen im Jahr 2024. Den Großteil der Verstöße machten unverzollte Tabakeinfuhren aus. Auffällig waren häufige Tabakfunde bei Flügen aus der Türkei. Auch Gold wurde gehäuft bei Flügen aus Dubai entdeckt.

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Bekämpfung organisierter Kriminalität

Die Sprecherin betonte die strategische Bedeutung der Kontrollen: „Entscheidend ist, dass der Zoll Risiken erkennt und Straftaten aufdeckt und organisierte Kriminalität bekämpft.“ Die Kontrollen seien nicht nur reaktiv, sondern proaktiv auf Basis von Lageerkenntnissen ausgerichtet. Dies ermögliche es, gezielt gegen Schmuggel und andere illegale Aktivitäten vorzugehen.

Die Entwicklung am BER spiegelt einen bundesweiten Trend wider: Mit steigenden Passagierzahlen nimmt auch der Kontrolldruck auf die Zollbehörden zu. Die Beamten am BER sind Teil des Hauptzollamtes Potsdam, das für den Flughafen zuständig ist.

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