Rom – Jetzt wird es sogar den Italienern zu warm! Wegen der vierten Hitzewelle des Sommers wurde für alle 27 Großstädte des Landes für Donnerstag die höchste Warnstufe ausgerufen. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, gilt die Alarmstufe Rot. Diese signalisiert einen potenziellen Gesundheitsnotstand und ein ernstes Risiko für die gesamte Bevölkerung, auch für junge und gesunde Menschen.
Höchste Warnstufe erstmals in diesem Jahr für alle Großstädte
Am Dienstag und Mittwoch gilt diese Warnstufe bereits für 25 Städte. Am Donnerstag sollen auch Messina und Reggio Calabria im äußersten Süden folgen. Aus dem Ministerium hieß es, dies sei das erste Mal in diesem Jahr, dass für alle 27 Städte die höchste Alarmstufe gelte. Die Temperaturen sind in einigen Regionen Italiens auf bis zu 40 Grad Celsius geklettert. Meteorologen erwarten vor dem Wochenende keine Abkühlung.
Ursache: Hochdruckgebiet aus Nordafrika
Verursacht wird die Hitzewelle unter anderem durch ein Hochdruckgebiet aus Nordafrika, das sich über dem Mittelmeer verstärkt und über weite Teile Europas ausgedehnt hat. In Rom wurden am Dienstag bereits 40 Grad gemessen. Die Behörden raten der Bevölkerung, viel Wasser zu trinken, körperliche Anstrengungen zu vermeiden und sich in den kühlen Stunden des Tages im Freien aufzuhalten.
Die Alarmstufe Rot ist die höchste von drei Warnstufen im italienischen Hitzewarnsystem. Sie wird ausgerufen, wenn extreme Temperaturen nicht nur für gefährdete Gruppen wie ältere Menschen oder chronisch Kranke eine Gefahr darstellen, sondern für die gesamte Bevölkerung. Das Gesundheitsministerium hat einen Hitzetelefondienst eingerichtet, unter dem Bürgerinnen und Bürger Tipps und Informationen erhalten können.
Auswirkungen auf den Alltag
In vielen Städten wurden zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Bevölkerung zu schützen. In Rom verteilte die Stadtverwaltung Wasser an Touristen, die vor dem Kolosseum Schlange standen. In Mailand und Neapel wurden öffentliche Gebäude als Kühlräume geöffnet. Auch die Stromnetze sind aufgrund des erhöhten Bedarfs an Klimaanlagen stark belastet.
Die Hitze hat auch Auswirkungen auf den Verkehr: In einigen Regionen wurden Geschwindigkeitsbegrenzungen für Lkw eingeführt, um Unfälle durch aufweichende Straßen zu vermeiden. Die Bahn hat angekündigt, bei extremen Temperaturen die Geschwindigkeit von Zügen zu reduzieren, um Schäden an den Schienen zu verhindern.
Blick auf den Rest Europas
Auch andere Länder in Südeuropa leiden unter der Hitzewelle. In Spanien und Griechenland wurden ebenfalls hohe Temperaturen gemeldet, und auch dort gelten Warnungen. Die Hitze hat auch zu Waldbränden geführt, etwa in Sizilien und Kalabrien, wo die Feuerwehr im Einsatz ist.
Meteorologen erwarten, dass die Hitzewelle bis zum Wochenende anhalten wird. Eine Abkühlung ist erst in der nächsten Woche in Sicht, wenn ein Tiefdruckgebiet aus dem Atlantik für Entspannung sorgen könnte. Bis dahin sollten sich die Menschen in Italien auf weitere extrem heiße Tage einstellen.



