Neuer Hitzerekord in Bad Wörishofen: 38,5 Grad im August 2026
Hitzerekord in Bad Wörishofen: 38,5 Grad

Am 4. August 2026 wurde in Bad Wörishofen ein neuer Hitzerekord aufgestellt: Das Thermometer kletterte auf 38,5 Grad Celsius. Das ist der höchste Wert, der jemals in der Kurstadt gemessen wurde. Der bisherige Rekord stammte aus dem Jahr 2015 und lag bei 37,2 Grad.

Messung und Bestätigung

Die Messung erfolgte an der offiziellen Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Stadtrand von Bad Wörishofen. Ein Sprecher des DWD bestätigte: „Wir haben den Wert von 38,5 Grad um 14:47 Uhr registriert. Das ist ein neuer Allzeitrekord für diesen Ort.“ Die Station ist seit 1972 in Betrieb und erfasst seitdem kontinuierlich die Temperaturen.

Zuvor lag der Rekord bei 37,2 Grad, gemessen am 7. August 2015. Auch in den Jahren 2003 und 2019 wurden Werte über 36 Grad erreicht, aber nie die 38-Grad-Marke geknackt. Der neue Rekord liegt fast 1,3 Grad über dem bisherigen Maximum.

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Auswirkungen auf die Region

Die extreme Hitze führte zu zahlreichen Maßnahmen in der Stadt. Die Stadtverwaltung richtete zusätzliche Trinkwasserbrunnen ein und öffnete kühle Räume in öffentlichen Gebäuden. Das Rote Kreuz meldete einen Anstieg der Hitzeeinsätze um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders ältere Menschen und Kinder waren betroffen.

Die Landwirtschaft leidet unter der Trockenheit. Der Bayerische Bauernverband teilte mit, dass die Ernteausfälle bei Mais und Zuckerrüben in der Region voraussichtlich 15 Prozent betragen werden. Ein Sprecher sagte: „Wir brauchen dringend Regen, sonst wird die Lage existenzbedrohlich für viele Betriebe.“

Klimatologische Einordnung

Meteorologen sehen den Rekord im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Dr. Julia Sommer, Klimaforscherin an der Universität Augsburg, erklärte: „Solche Extremwerte werden durch die globale Erwärmung wahrscheinlicher. Wir müssen uns auf häufigere Hitzewellen einstellen.“ Die Durchschnittstemperatur im August lag in den letzten zehn Jahren bereits 1,5 Grad über dem langjährigen Mittel.

Die Hitzewelle erreichte ihren Höhepunkt am Dienstag, danach kühlte es leicht ab. Für das Wochenende sagen die Wetterdienste Gewitter und Abkühlung auf etwa 30 Grad voraus. Die Stadt Bad Wörishofen will die Erfahrungen aus dieser Hitzewelle in einen neuen Hitzeaktionsplan einfließen lassen.

Tourismus und Kurwesen profitieren zunächst von dem Wetter, doch die anhaltende Hitze stellt auch die Kliniken vor Herausforderungen. Die Therme verzeichnete einen Besucheranstieg von 30 Prozent, während die Stadtverwaltung prüft, ob die nächtlichen Temperaturen von über 25 Grad eine Gefahr für Obdachlose darstellen.

Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor extremer UV-Strahlung und rät zu Aufenthalten im Schatten. Die nächsten Tage bleiben heiß, aber die Rekordmarke von 38,5 Grad wird voraussichtlich nicht erneut erreicht.

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