Brandenburgs Wirtschaftsministerin lehnt Ende der Russland-Sanktionen entschieden ab
Die neue Wirtschaftsministerin von Brandenburg, Martina Klement von der CSU, hat sich klar gegen Forderungen nach einem Ende der Sanktionen für russisches Öl und Gas ausgesprochen. In einem Interview mit dem RBB-Fernsehen betonte sie ihre ablehnende Haltung zu solchen Überlegungen.
Klares Statement gegen Sanktionslockerungen
„Ich persönlich halte es für falsch, derzeit darüber nachzudenken, und halte es für vereinfacht, das zu fordern“, erklärte Klement deutlich. Sie verwies darauf, dass die aktuellen Probleme und Herausforderungen, insbesondere in der Raffinerie in Schwedt, nicht lokal verursacht seien, sondern direkt auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zurückzuführen sind.
Die Ministerin unterstrich, dass die Ursachen für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Region eindeutig im Kriegsgeschehen liegen und nicht in Entscheidungen vor Ort.
Politische Forderungen und Hintergründe
Unter anderem hatte die AfD in Brandenburg ein Ende der Sanktionen gefordert. Auch das BSW sprach sich für eine Rückkehr zu russischem Pipeline-Öl aus. Diese Positionen stießen bei der neuen Ministerin auf klare Ablehnung.
Die PCK-Raffinerie in Schwedt verarbeitete früher ausschließlich russisches Öl aus der Druschba-Pipeline. Aufgrund des Ukraine-Krieges entschied die Bundesregierung jedoch, ab dem Jahr 2023 auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten. Seitdem hat die Raffinerie ihre Versorgung auf alternative Quellen umgestellt.
Bedeutung der Raffinerie für die Region
Die Raffinerie in Schwedt spielt eine zentrale Rolle für die Energieversorgung in der Region. Sie beliefert Teile von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Westpolen mit wichtigen Produkten wie:
- Sprit für den Verkehr
- Heizöl für Haushalte und Unternehmen
- Kerosin für den Luftverkehr
- Verschiedenen anderen petrochemischen Erzeugnissen
Die Umstellung auf nicht-russische Ölquellen stellt dabei eine bedeutende Herausforderung dar, die jedoch aus politischen und sicherheitspolitischen Gründen als notwendig erachtet wird.
Die klare Positionierung der neuen Ministerin unterstreicht die Entschlossenheit der Landesregierung, an den Sanktionen gegen Russland festzuhalten, solange der Krieg in der Ukraine andauert.



