Die Bundesregierung will die staatliche Unterstützung für den Einbau von Wärmepumpen und anderen klimafreundlichen Heizsystemen in den nächsten Jahren spürbar reduzieren. Dies geht aus einer Vorlage für den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach sollen die Fördermittel für die Jahre 2025 und 2026 deutlich gekürzt werden.
Geplante Kürzungen im Detail
Laut dem Dokument ist vorgesehen, die Ausgaben für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) von derzeit rund 18 Milliarden Euro auf etwa 12 Milliarden Euro im Jahr 2025 zu senken. Für 2026 ist eine weitere Reduzierung auf rund 10 Milliarden Euro geplant. Die genauen Zahlen könnten jedoch im parlamentarischen Verfahren noch angepasst werden.
Die Förderung umfasst neben Wärmepumpen auch den Einbau von Biomasseheizungen, solarthermischen Anlagen und den Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz. Zudem werden Maßnahmen zur Gebäudedämmung und zum Austausch alter Heizungen bezuschusst.
Hintergrund der Entscheidung
Die geplanten Kürzungen sind Teil der Haushaltskonsolidierung der Bundesregierung. Angesichts der angespannten Haushaltslage müssen alle Ressorts Einsparungen vornehmen. Allerdings betont ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums, dass die Förderung auch nach den Kürzungen auf einem hohen Niveau bleibe und der Klimaschutz im Gebäudesektor weiterhin Priorität habe.
Kritik kommt von Umweltverbänden und der Bauwirtschaft. Der Bundesverband Wärmepumpe warnt vor einem Einbruch der Nachfrage und damit einem Rückschlag für die Klimaziele. „Die plötzliche Kürzung gefährdet die Transformation der Wärmeversorgung und verunsichert Verbraucher und Handwerk gleichermaßen“, so ein Verbandssprecher.
Auswirkungen auf Verbraucher
Für Hausbesitzer bedeutet die geplante Reduzierung, dass sie bei einem geplanten Heizungstausch in den kommenden Jahren mit geringeren Zuschüssen rechnen müssen. Die staatliche Förderung deckt derzeit bis zu 40 Prozent der Investitionskosten für eine Wärmepumpe. Nach den neuen Plänen könnte dieser Satz auf 25 Prozent sinken.
Die Bundesregierung verweist darauf, dass die Preise für Wärmepumpen in den letzten Jahren gesunken sind und die Technologie auch ohne hohe Subventionen wirtschaftlich sei. Zudem sollen die Kürzungen schrittweise erfolgen, um eine abrupte Marktveränderung zu vermeiden.



