Die Pelletspreise in Deutschland haben am Mittwoch, dem 1. Juli 2026, einen neuen Höchststand erreicht. Wie die Daten des Portals „Heizpellets24“ zeigen, kostet eine Tonne Holzpellets (lose Ware) aktuell 359,49 Euro. Damit nähert sich der Preis der 360-Euro-Marke und liegt rund 60 Euro über dem Niveau des Vorjahressommers.
Preisentwicklung der letzten Tage
Die Pelletspreise sind in den vergangenen Tagen kontinuierlich gestiegen. Am 25. Juni lag der Preis noch bei 349,83 Euro pro Tonne, am 26. Juni bei 352,44 Euro und am 29. Juni bei 354,62 Euro. Am 30. Juni stieg der Preis auf 357,87 Euro, bevor er am 1. Juli die 359,49 Euro erreichte. Dies entspricht einem Anstieg von knapp zehn Euro innerhalb einer Woche.
Jahresvergleich: Sommer 2025 vs. Sommer 2026
Ein Blick auf die Preise des vergangenen Sommers zeigt eine deutliche Teuerung. Im Juni 2025 lag der Preis pro Tonne noch bei 349,79 Euro. Im Februar 2026 erreichten die Pelletspreise mit 400,46 Euro einen Spitzenwert. Seitdem sind die Preise wieder gesunken, liegen aber weiterhin über dem Vorjahresniveau. Im vergangenen Sommer zahlten Verbraucher rund 80 Euro weniger pro Tonne.
Regionale Preisunterschiede
Neben der Jahreszeit beeinflusst auch der Wohnort die Pelletspreise. Laut Daten von „energienutzer.de“ für Juni 2026 (bei einer Bestellmenge von sechs Tonnen) zahlen Verbraucher in der Region Mitte (Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) mit 377,24 Euro pro Tonne am meisten. Im Süden (Bayern, Baden-Württemberg, Saarland) liegt der Preis bei 374,78 Euro, im Norden/Osten (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) bei 374,45 Euro.
Kaufempfehlung: Jetzt zuschlagen oder abwarten?
Experten raten, den Kauf nicht allein vom aktuellen Preis abhängig zu machen. „Wer keine oder nur noch wenige Pellets auf Vorrat hat, sollte handeln und zumindest eine kleine Menge kaufen“, so ein Sprecher von „Heizpellets24“. Grundsätzlich seien Holzpellets in den Sommermonaten tendenziell günstiger, eine Ausnahme war die Energiekrise 2022. Die Preise im Februar 2026 zeigen jedoch, dass auch im Winter Spitzen möglich sind.
Einflussfaktoren auf die Pelletspreise
Die Pelletspreise werden von mehreren Faktoren bestimmt: den Rohstoffkosten für Holz, den Produktions- und Transportkosten sowie der saisonalen Nachfrage. Regionale Unterschiede in der Produktion und Logistik führen zu den beobachteten Preisunterschieden zwischen den Bundesländern.
Qualität und Zertifizierung
Beim Kauf von Pellets sollten Verbraucher auf Qualität und Herkunft achten. Zertifizierte Pellets garantieren eine gleichbleibende Qualität und einen effizienten Heizwert. Auch die Lieferbedingungen und -kosten sollten berücksichtigt werden, da sie den Gesamtpreis beeinflussen.
Zukunftsaussichten
Die Entwicklung des Pelletmarktes bleibt schwer vorhersagbar. Viele Experten sehen in Pellets eine nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen, während andere zu rein erneuerbaren Energiequellen wie Wärmepumpen oder Fernwärme raten. Die Preise werden weiterhin von Energiepolitik, Nachfrage und Rohstoffverfügbarkeit abhängen.



