Eine für 1,7 Millionen Euro sanierte Landstraße in Deutschland ist zur Dauerbaustelle geworden. Seit 2025 gilt ein Abschnitt als nicht mehr verkehrssicher, nachdem schwere Unwetter Schäden verursacht haben. Die zuständige Straßenverkehrsbehörde installierte eine sogenannte Regen-Ampel, die bei Niederschlag rot zeigt. Doch nun stehen Autofahrer auch bei überwiegender Trockenheit im Stau, weil die Ampel oft unnötig schaltet. Die Lösung des Problems zieht sich, die Kosten steigen weiter.
Hintergrund: 1,7 Millionen Euro Sanierung 2022
Die Landstraße wurde 2022 für 1,7 Millionen Euro saniert. Nach Angaben der Behörde sollte die Maßnahme die Straße für Jahre verkehrssicher machen. Doch bereits 2025 traten nach heftigen Unwettern erhebliche Schäden auf, die eine erneute Sperrung erforderlich machten. Die Straßenverkehrsbehörde erklärte, dass die Unwetter die Fahrbahn unterspült und beschädigt hätten, sodass ein Abschnitt nicht mehr verkehrssicher sei.
Regen-Ampel als Notlösung
Um die Sicherheit zu gewährleisten, installierte die Behörde eine Ampel, die bei Regen rot schaltet. Diese sogenannte Regen-Ampel soll verhindern, dass Fahrzeuge bei Nässe in gefährliche Bereiche geraten. „Die Ampel ist eine temporäre Maßnahme, um die Verkehrsteilnehmer zu schützen“, sagte ein Sprecher der Behörde. Doch die Ampel hat einen Haken: Sie reagiert nicht nur bei tatsächlichem Regen, sondern auch bei hoher Luftfeuchtigkeit oder Nebel. „Viele Autofahrer sehen auch bei Trockenheit Rot und stehen im Stau“, kritisierte ein Anwohner.
Kostensteigerung und Verzögerungen
Die Behörde räumte ein, dass die Reparatur der Straße länger dauert als geplant. Ursprünglich sollte die Sanierung bis Ende 2025 abgeschlossen sein, doch nun wird mit einer Fertigstellung erst 2027 gerechnet. Die Kosten steigen ebenfalls: Statt der ursprünglich veranschlagten Summe müssen nun weitere 500.000 Euro eingeplant werden. „Die Schäden waren umfangreicher als zunächst angenommen“, so der Sprecher. Die Behörde prüft nun alternative Lösungen, um die Regen-Ampel überflüssig zu machen.
Auswirkungen auf den Verkehr
Die Regen-Ampel führt regelmäßig zu Staus, auch bei trockenem Wetter. Pendler beklagen lange Wartezeiten und Umwege. „Es ist frustrierend, wenn man bei Sonnenschein an einer roten Ampel steht, die nur wegen angeblicher Nässe geschaltet hat“, sagte ein betroffener Autofahrer. Die Behörde hat angekündigt, die Empfindlichkeit der Ampel anzupassen, um Fehlschaltungen zu reduzieren. Bis dahin müssen die Verkehrsteilnehmer weiter mit Verzögerungen rechnen.



