DZ Bank erzielt Rekordgewinn: Versicherungssparte R+V treibt Ergebnis auf 4,3 Milliarden Euro
DZ Bank mit Rekordgewinn dank Versicherung R+V

DZ Bank verzeichnet historischen Gewinnsprung

Die genossenschaftliche DZ-Bank-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 einen beeindruckenden Rekordgewinn erwirtschaftet. Der Vorsteuergewinn stieg um rund 30 Prozent auf die bemerkenswerte Summe von 4,3 Milliarden Euro an, wie das Spitzeninstitut für Hunderte Volks- und Raiffeisenbanken in Frankfurt am Main mitteilte. Dieser außergewöhnliche Erfolg wurde maßgeblich durch die herausragende Performance der Versicherungssparte R+V getrieben, die einen erheblichen Beitrag zum Gesamtergebnis leistete.

Versicherung R+V als starker Motor

Die Wiesbadener R+V Versicherung konnte ihr Ergebnis vor Steuern im vergangenen Jahr um ganze drei Viertel auf etwas mehr als 2,1 Milliarden Euro steigern. Damit trug das Versicherungsgeschäft fast die Hälfte zum Gesamtergebnis der DZ-Bank-Gruppe bei. Cornelius Riese, Vorstandsvorsitzender der DZ Bank, betonte: „Im vergangenen Jahr hatten wir außerordentlichen Rückenwind, zum Beispiel in der Schadensentwicklung bei der R+V Versicherung.“ Maßgeblich für diesen Erfolg waren eine sehr gute operative Entwicklung und eine deutlich geringere Schadendynamik in der Sach- und Rückversicherung.

Weitere starke Geschäftsbereiche

Neben der Versicherungssparte glänzten auch andere Bereiche der Bank. Das Segment Verbund- und Geschäftsbank erzielte einen Vorsteuergewinn von 864 Millionen Euro, was einem Anstieg von fast 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ebenfalls positiv entwickelte sich das Geschäft mit Baufinanzierungen. Die zur Gruppe gehörende Bausparkasse Schwäbisch Hall konnte ihr Ergebnis vor Steuern auf 122 Millionen Euro fast verdoppeln, da sich der Markt von der Krise der Vorjahre erholt und Verbraucher mit stabilen Zinsen und steigenden Einkommen wieder mehr Kredite aufnehmen.

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Fondsgeschäft bleibt stabil

Zweitgrößter Gewinnbringer der Gruppe bleibt das Fondsgeschäft, vertreten durch Union Investment. Obwohl der Vorsteuergewinn der Fondssparte leicht auf knapp 1,2 Milliarden Euro sank, blickt Union Investment auf ein erfreuliches Kundengeschäft und ein gutes Aktienjahr zurück. Der Fondsanbieter hatte erst kürzlich von steigenden Zahlen, etwa bei Fondssparplänen von Privatanlegern, berichtet.

Vorsichtige Prognose für das laufende Jahr

Trotz des Rekordergebnisses geht Cornelius Riese vorsichtig ins neue Geschäftsjahr. Er rechnet für das laufende Jahr nur mit einem Vorsteuergewinn von rund drei Milliarden Euro, was weniger als im vergangenen Jahr, aber auch weniger als 2024 wäre. Allerdings ist die DZ Bank für ihre konservativen Prognosen bekannt. So hatte Riese noch im Sommer vergangenen Jahres lediglich einen Vorsteuergewinn von 2,5 bis 3,0 Milliarden Euro für 2025 in Aussicht gestellt, was deutlich übertroffen wurde. Die positive Entwicklung des Kundengeschäfts gibt jedoch Anlass zu vorsichtigem Optimismus.

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