Ökonom Fratzscher warnt: Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 21 Prozent droht
Fratzscher warnt vor Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 21 Prozent

Ökonom Fratzscher prognostiziert Steuererhöhungen und konjunkturelle Stagnation

Der renommierte Ökonom Marcel Fratzscher rechnet nicht mehr damit, dass Deutschland konjunkturell wieder auf Touren kommt. Stattdessen erwartet er umfassende Steuererhöhungen, die jeden Bürger treffen werden. Diese düstere Prognose stellt einen Offenbarungseid für die deutsche Wirtschaftspolitik dar.

Droht eine Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 21 Prozent?

Die zentrale Frage lautet: Kommt jetzt eine Anhebung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent, um Haushaltslöcher zu stopfen? Fratzscher, der SPD-nahe Experte, befürchtet genau dieses Szenario. Seine Prognose geht noch weiter: Er glaubt, dass der Wachstumsmotor Deutschlands „schon allein wegen der Demografie nie mehr anspringen“ wird.

Zwar hellen sich die Konjunkturerwartungen punktuell auf, doch die Deindustrialisierung schreitet seit Jahren ungebremst voran. Dies hat fatale Folgen für den Sozialstaat, die Staatsfinanzen und den allgemeinen Wohlstand. Das Dahinsiechen des Standortes Deutschland ist jedoch kein unvermeidlicher Schicksalsschlag, sondern die direkte Konsequenz einer verfehlten Wirtschaftspolitik.

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Energiewende mutiert zur Kostenfalle

Unter dem Deckmantel von Klimaschutz und sozialer Umverteilung wurde ein „grünes Wirtschaftswunder“ versprochen – mit desaströsen Ergebnissen. Allein im Jahr 2025 wurden mehr als 120.000 Industriearbeitsplätze vernichtet. Hochqualifizierte Positionen in der Chemiebranche wandern ab, nicht zuletzt weil die Energiewende zur finanziellen Belastungsprobe geworden ist.

Es ist besonders bitter, dass Fratzscher und andere Vordenker der grünen Transformation ihr eigenes Versagen nicht eingestehen. Ihre aktuelle Schwarzmalerei bietet jedoch keine konstruktiven Lösungen für die strukturellen Probleme.

Mehrwertsteuer-Erhöhung würde Binnennachfrage abwürgen

Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 21 Prozent verbietet sich aus wirtschaftlicher Sicht. Sie würde ein fatales Signal senden und die ohnehin schwächelnde Binnennachfrage endgültig zum Erliegen bringen. Dies wäre besonders kontraproduktiv in der aktuellen konjunkturellen Schwächephase.

Wachstumschancen durch Künstliche Intelligenz und Robotik

Interessanterweise hat Fratzschers Pessimismus weit weniger mit dem demografischen Wandel zu tun, als er behauptet. Tatsächlich bieten Technologiefelder wie Künstliche Intelligenz und Robotik enorme Wachstumspotenziale. Diese könnten eine sinkende Zahl von Erwerbstätigen kompensieren, wie die Beispiele USA und China eindrucksvoll demonstrieren. Europa hinkt hier jedoch bedauerlicherweise hinterher.

Strukturelle Probleme erfordern grundlegende Reformen

Deutschlands Zukunft erscheint düster, weil dies die logische Konsequenz einer Politik ist, die dem Markt misstraut und den Staat fälschlicherweise für den besseren Unternehmer hält. Das Land lebt massiv über seine Verhältnisse, was sich im rasant wachsenden Schuldenberg manifestiert.

Anstatt die Fesseln für Unternehmen zu lösen, Steuern zu senken, Ausgaben zu rationalisieren und echte Investitionsanreize zu schaffen, setzt die aktuelle Politik weiterhin zu stark auf Umverteilungsmechanismen. Ohne fundamentale Reformen droht Deutschland tatsächlich langfristig Schaden zu nehmen. Wohlstand lässt sich nicht mehren, indem man denjenigen, die ihn erwirtschaften, immer tiefer in die Tasche greift.

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