EZB-Chefin Lagarde plant vorzeitigen Rücktritt vor französischer Wahl
Lagarde will EZB vorzeitig verlassen

EZB-Präsidentin Christine Lagarde plant vorzeitigen Amtsaustritt

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, wird laut einem aktuellen Bericht der Financial Times voraussichtlich vor dem offiziellen Ende ihrer Amtszeit im Oktober 2027 zurücktreten. Dies berichtet die Zeitung unter Berufung auf eine mit Lagardes Überlegungen vertraute Person. Demnach hat sich Lagarde zwar noch nicht auf einen genauen Termin festgelegt, beabsichtigt aber, ihren Posten vor der für April 2027 geplanten französischen Präsidentschaftswahl zu räumen.

Hintergrund: Politische Gelegenheit für Nachfolge

Lagarde möchte damit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz die Möglichkeit geben, eine neue Führungsspitze für die EZB zu finden. Macron darf 2027 nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht erneut kandidieren, was den Zeitpunkt des Rücktritts politisch relevant macht. Ein EZB-Sprecher betonte jedoch, dass Lagarde sich derzeit voll und ganz auf ihre Aufgaben konzentriere und keine endgültige Entscheidung über das Ende ihrer Amtszeit getroffen habe.

Christine Lagarde ist seit November 2019 im Amt und ihre reguläre achtjährige Amtszeit würde eigentlich am 31. Oktober 2027 enden. Ihr vorzeitiger Wechsel könnte erhebliche Auswirkungen auf die Geldpolitik der Eurozone haben, insbesondere in einer Phase, in der die EZB mit Herausforderungen wie Inflation und Zinsentscheidungen konfrontiert ist.

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Mögliche Nachfolger im Gespräch

Als potenzielle Kandidaten für die Nachfolge werden in einer Umfrage der Financial Times unter Ökonomen mehrere Namen genannt:

  • Der frühere spanische Notenbankchef Pablo Hernández de Cos
  • Der niederländische Zentralbankpräsident Klaas Knot
  • Bundesbankpräsident Joachim Nagel
  • EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel

Diese Diskussionen unterstreichen die Bedeutung einer reibungslosen Übergangsphase, um Stabilität in der europäischen Finanzpolitik zu gewährleisten. Die Entscheidung wird voraussichtlich in den kommenden Monaten weiter an Dynamik gewinnen, da politische und wirtschaftliche Faktoren eine Rolle spielen.

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