Raiffeisenbank Mecklenburger Seenplatte strukturiert ihr Filialnetz grundlegend um
Die Raiffeisenbank „Mecklenburger Seenplatte“ reagiert auf tiefgreifende Veränderungen im Kundenverhalten und stellt ihr gesamtes Filialnetz neu auf. Ab dem 1. Juli 2026 wird die Genossenschaftsbank drei Standorte schließen und ihr Angebot auf vier Kompetenzcenter sowie mehrere Beratungsfilialen konzentrieren. Die Vorstände Manja Schuhardt und Jens Mandelkow betonten bei der Vorstellung des neuen Konzepts, dass alle Arbeitsplätze erhalten bleiben und keine weiteren Schließungen geplant seien.
Drei Standorte mit geringer Kundennachfrage werden aufgegeben
Die Bank gibt die Filialen in Dargun, Jördenstorf und den SB-Standort in Penzlin auf. Vorstand Manja Schuhardt begründete diese Entscheidung mit sehr geringen Kundenzahlen an diesen Standorten. „Zusätzlich entsprechen die Gebäude nicht mehr den Anforderungen einer zeitgemäßen und kundenbedarfsgerechten Beratung“, erklärte Schuhardt. Eine Modernisierung wäre nur mit erheblichem finanziellen Aufwand möglich gewesen.
Neue Struktur: Vier Kompetenzcenter als Herzstück
Künftig konzentriert sich die Raiffeisenbank auf vier sogenannte Kompetenzcenter in Waren (Hauptsitz), Neubrandenburg, Neustrelitz und Teterow. In diesen Zentren wird den Kunden eine umfassende 360-Grad-Beratung angeboten, die folgende Bereiche abdeckt:
- Finanzierung und Kreditgeschäfte
- Vermögensplanung und Anlageberatung
- Spezialthemen wie Factoring
- Versicherungsdienstleistungen
Ergänzt werden diese Kompetenzcenter durch sieben Beratungsfilialen und fünf SB-Standorte in der Fläche, um die Erreichbarkeit für alle Kunden sicherzustellen.
Persönlicher Service wird neu definiert
In den Beratungsfilialen wie beispielsweise in Malchin und Gnoien wird es den traditionellen Service am Schalter nicht mehr geben. Stattdessen bleiben Berater vor Ort für persönliche Gespräche verfügbar. Die Filiale in Mirow wird zu einem SB-Standort umgewandelt. In Neubrandenburg und Waren plant die Bank, ihre jeweils zwei Filialen in den kommenden Jahren zu je einem größeren Standort zusammenzuführen. „Wir befinden uns hier noch in der Planungsphase und suchen nach geeigneten Immobilien“, so Manja Schuhardt.
Reaktion auf digitalen Wandel im Bankgeschäft
Vorstand Jens Mandelkow erklärte, dass das neue Konzept eine direkte Antwort auf die veränderten Gewohnheiten der Bankkunden sei. „Die meisten unserer Kunden nutzen heute Online-Banking und mobile Apps für ihre täglichen Bankgeschäfte. Banking findet längst nicht mehr ausschließlich am Schalter statt“, betonte Mandelkow. Die Menschen entscheiden selbst, ob sie telefonisch, digital oder persönlich mit ihrer Bank in Kontakt treten möchten.
Trotz der zunehmenden Digitalisierung will die Raiffeisenbank weiterhin eine zuverlässige Bargeldversorgung sicherstellen, auch wenn Geldautomaten immer seltener genutzt werden. Die durch die neue Struktur frei werdenden finanziellen Mittel sollen in moderne Technologie, qualifizierte persönliche Beratung, digitale Services und attraktive Arbeitsbedingungen investiert werden.
Die Raiffeisenbank „Mecklenburger Seenplatte“ unterhält derzeit 15 Filialen in einem Gebiet, das von Mirow und Neustrelitz bis nach Dargun und Gnoien reicht. Mit ihrem neuen Motto „Ob digital oder vor Ort - wir sind da, wo Sie uns brauchen“ positioniert sich die Bank für die Zukunft des Bankwesens in der Region.



