Söder fordert rückwirkende Erhöhung der Pendlerpauschale gegen Spritpreise
Söder: Pendlerpauschale rückwirkend erhöhen

Söder drängt auf rückwirkende Erhöhung der Pendlerpauschale

Angesichts der drastisch gestiegenen Spritpreise fordert CSU-Chef Markus Söder eine substanzielle Erhöhung der Pendlerpauschale. Der bayerische Ministerpräsident betonte, dass diese Maßnahme gezielt Arbeitnehmer steuerlich entlasten und möglichst rückwirkend zum 1. Januar 2026 greifen sollte. Einen konkreten Zielbetrag nannte Söder auf Nachfrage von Journalisten zunächst nicht, sprach jedoch von einer deutlichen und dauerhaften Anpassung.

Pendler als Hauptbetroffene der Spritpreissteigerungen

Die Pendler seien von den gestiegenen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs am stärksten betroffen, erklärte Söder. Vor diesem Hintergrund müsse die schwarz-rote Koalition in Berlin über eine weitere Erhöhung der Pendlerpauschale nachdenken. Die Pauschale war erst zu Jahresbeginn für alle Strecken auf 38 Cent angehoben worden, unabhängig vom Verkehrsmittel – ob Auto, Bahn, Rad oder zu Fuß.

Zuvor konnten Arbeitnehmer für die ersten 20 Kilometer nur 30 Cent absetzen, erst ab dem 21. Kilometer dann 38 Cent. Von der aktuellen Regelung profitieren allerdings nur diejenigen, deren übrige Werbungskosten 1.230 Euro übersteigen, da dieser Betrag ohnehin pauschal angerechnet werden kann.

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Bundesregierung arbeitet an weiteren Maßnahmen

Parallel zu Söders Forderung arbeitet die Bundesregierung bereits an zusätzlichen Maßnahmen gegen die hohen Spritpreise. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kündigte an, dass eine neue Tankstellenregelung spätestens Anfang April beschlossen werden soll. Künftig dürfen Tankstellen nur noch einmal täglich um 12.00 Uhr die Preise erhöhen, während Preissenkungen jederzeit möglich bleiben.

Geplant sind außerdem verbesserte Befugnisse für das Bundeskartellamt, um Preisaufschläge im Großhandel schnell zu überprüfen und zu stoppen. Diese Schritte sollen die Transparenz und Fairness an den Tankstellen erhöhen und Verbraucher vor überhöhten Kosten schützen.

Die Debatte über die Pendlerpauschale und die Spritpreise zeigt die Dringlichkeit, Arbeitnehmer in Zeiten wirtschaftlicher Belastungen zu unterstützen. Söders Vorstoß unterstreicht die politischen Bemühungen, gezielte Entlastungen für Pendler zu schaffen und die Folgen globaler Konflikte auf den Alltag der Bürger abzufedern.

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